Arthrose an der Hand und an den Fingern

Fingergelenksarthrose (Schematische Darstellung)

Der Gelenkverschleiß an den Händen unterscheidet sich in einem ganz wesentlichen Punkt von anderen Arthrosen: Es erkranken fast immer mehrere Gelenke gleichzeitig, meist auch an beiden Händen. Deswegen trägt das Leiden auch die Bezeichnung "Fingerpolyarthrose".

Vielfach trifft es Frauen mittleren Alters. Zudem scheint Vererbung eine Rolle zu spielen. Nicht selten erkranken Großmutter, Tochter und Enkelin im Laufe ihrer Leben an einer Fingerarthrose. Diese Häufung innerhalb von Familien bedeutet aber nicht, dass wenn die Oma erkrankt ist, auf jeden Fall auch Mutter und Tochter eine Polyarthrose bekommen. Das kann passieren, muss aber nicht.

Die Ursachen

An den kleinen Gelenken der Hand kommt es häufig zu alters- und belastungsbedingtem Verschleiß. Da alternder Knorpel schlechter ernährt wird, kann das Gewebe Abrieb und kleine Verletzungen nicht mehr so gut reparieren wie in der Jugend. Der Knorpel wird immer dünner und rauer. Ab einem kritischem Ausmaß schmerzen die betroffenen Gelenke und schwellen an.

Text Fingerarthrose und rheumatoide Arthritis werden leicht verwechselt
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
Fehlerindex (empfohlen: 0.02) 0.02
Image URL /cmsmultimedia/50/122/78/100896587793.jpg
Time Delay 1000
Variante (delay/ishow) delay

Häufigkeit

Durchschnittlich jeder zweite soll ab dem 60. Lebensjahr betroffen sein. Es sind vor allem die Verbindungen der Fingerendglieder betroffen - im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis, wo typischerweise erst die Fingergrundgelenke erkranken (beide Gelenkerkrankungen werden an den Fingern leicht verwechselt). Ähnlich wie bei der entzündlichen Arthritis kommt es bei Fingerarthrose zur Morgensteifigkeit der Finger, die nach circa 30 Minuten nachlässt. In Spätstadien treten dauerhafte Verformungen der Finger auf.

Altersbedingter Verschleiß macht sich häufig auch am Daumengrundgelenk bemerkbar. Diese sogenannte Rhizarthrose erschwert das Zufassen, was weitreichende Einschränkungen im Alltag bedeutet. Arthrose im Handgelenk kann als Folge von Verletzungen auftreten.

Therapie

In den meisten Fällen wird man versuchen die Beschwerden mit Medikamenten, Krankengymnastik und bestimmten Verhaltensregeln zu lindern. Zur Operation raten Experten nur bei fortgeschrittener Gewebezerstörung. Üblicherweise werden die Gelenke versteift, was zwar die Beweglichkeit der Hand einschränkt, ihre Belastbarkeit insgesamt aber meist deutlich verbessert. Auch ein künstlicher Ersatz von Daumengrundgelenk oder Fingergelenken ist grundsätzlich möglich. Diese Option wählen Ärzte aber nur in Ausnahmefällen.

In der folgenden Lektion zeigen wir Ihnen einige Übungen, mit denen Sie selbst Ihre Finger stärken können.

95

Ihr Fortschritt im Kurs Arthrose

aktualisiert am 10.09.2014, erstellt am 11.04.2014
Bildnachweis: W&B / Röper, W&B/Martina Ibelherr

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen