Auch mit Arthrose immer in Bewegung bleiben

Seniorengymnastik

Gymnastik: Gut bei Arthrose, weil verbunden mit gleichmäßigen Bewegungsabläufen der Gelenke

Wir können es gar nicht oft genug betonen: Bewegung ist die wichtigste Therapie bei Arthrose. Patienten, die diesen Rat nicht beherzigen, werden auch von anderen Behandlungen nicht profitieren – seien es Medikamente, Operationen oder Ernährung (über all diese Maßnahmen werden Sie in kommenden Lektionen noch Genaueres erfahren).

Bewegung, vielleicht sogar richtig Sport, ist allerdings eine Therapie, bei der es vor allem auf Sie als Patient ankommt. Eine Aufgabe, die Ihnen keiner abnehmen kann. Sie müssen also Einsatz zeigen. Sie müssen motiviert sein. Sie müssen aktiv werden.

Das mag für den ein oder anderen keine leichte Aufgabe sein. Aber wir helfen Ihnen. Zum Beispiel, indem wir Ihnen erklären, warum Bewegung so wichtig ist.

Nur durch Bewegung wird der Knorpel gut versorgt

Damit ein Gelenk gut funktioniert, muss es regelmäßig bewegt werden. Zudem stärkt Bewegung die Muskeln. Eine kräftige Muskulatur stabilisiert die Gelenke, beugt Fehlbelastungen vor und gibt den Bändern halt, die Gelenke vor Verrenkungen schützen.

Sie wissen ja schon, dass eine Schädigung des Gelenkknorpels Ausgangspunkt jeder Arthrose ist. In der Lektion über den Knorpel haben Sie auch erfahren warum. Das wollen wir an dieser Stelle noch einmal wiederholen – mit einer kleinen Lückentextübung. Füllen Sie die Lücken im folgenden Text mit den Wörtern in der Auswahl rechts. Dafür klicken Sie einfach die Wörter in der richtigen Reihenfolge an. Wenn Sie richtig klicken, wird die Lücke im Text geschlossen. Falls Sie falsch klicken, bekommen Sie eine Fehlermeldung. Los geht’s:







Also ab jetzt bewegen, egal wie, Hauptsache viel? Nein, ganz so einfach ist es nicht. Nicht jede Bewegung und nicht jede Sportart wirkt sich positiv auf den Knorpel aus.

Bewegung, die dem Knorpel gut tut

Bei Arthrose sind vor allem Sportarten sinnvoll, die gleichmäßige Bewegungsabläufe von den Gelenken verlangen, ohne sie mit großem Gewicht zu belasten. Ideal sind etwa Schwimmen, Fahrradergometer-Training auf niedriger Stufe (also ohne großen Wiederstand) und Gymnastik. Auch Radfahren, Walking und Wandern sowie Skilanglauf sind gelenkfreundliche Sportarten. Allerdings sollten Sie diese in der Ebene durchführen. Vor allem Bewegung bergab könnte die Gelenke und damit auch ihr Knorpel zu sehr belasten. Es lohnt sich auch, ein wenig Geld in gute Schuhe zu investieren.

Trainieren Sie bei Arthrose immer nach dem Motto: Maßvoll aber regelmäßig und ohne große Belastung für die Gelenke. Fangen Sie langsam an, wenn Sie bislang eher ein Bewegungsmuffel waren. Überschätzen Sie sich nicht.

Besonders wichtig ist auch, dass Sie immer im schmerzfreien Bereich trainieren. Wenn während des Trainings Schmerzen auftreten, legen Sie eine Pause ein.

Kommt es nach der Bewegung regelmäßig zu Schmerzen, berichten Sie Ihrem Arzt davon. Mit ihm sollten Sie am besten schon vor Trainingsbeginn besprechen, welche Bewegungsart in welcher Intensität für Sie persönlich die richtige ist.

Bewegung, die den Gelenken zusetzt

Sport kann auch schaden. Zuviel Aktivität oder falsche Bewegungen, die den Knorpel nicht gleichmäßig belasten, greift Ihr ohnehin schon geschädigtes Knorpelgewebe weiter an. Deshalb sollten Sie alle Sportarten vermeiden, die mit großer Belastung der Gelenke einhergehen. Ungünstig sind Sportarten mit heftigen Dreh- und Stoßbewegungen, die rasche Bewegungen wie Sprünge, Sprints und ähnliches erfordern. Dazu zählen etwa Tennis, Squash, Eislauf, Fußball und andere Mannschaftsballsportarten. Auch Kampfsportarten, zum Beispiel Boxen und Karate, sind aufgrund ihrer hohen Verletzungsgefahr ungünstig. Bedingt geeignet sind Golf, Reiten und Joggen – für letzteres gilt: Nicht zu schnell laufen und möglichst nur auf ebenem, weichem Untergrund.

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Ihr Fortschritt im Kurs Arthrose

aktualisiert am 28.05.2015, erstellt am 08.04.2014
Bildnachweis: W&B / Röper, Glow Images/Ojo Images, F1online/Moment Images/Tetra Images

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