Die Arthrose am Knie (Gonarthrose)

Was geschieht beim Verschleiß des Knies?


In die Knie gehen, übers Knie brechen, in die Knie zwingen – es gibt eine ganze Reihe von Sprichwörtern, die auf die anatomischen Wichtigkeit unserer Beinmitte abzielen. Tatsächlich ist das Kniegelenk enormen Belastungen ausgesetzt. Schon im Stehen lastet ein Großteil unseres Körpergewichts darauf, bei Sport und Bewegung sogar ein Vielfaches davon. Springt man zum Beispiel nach unten, müssen die Knie etwa das 24-fache des eigenen Körpergewichts aushalten.

Hinzu kommt, dass die Flächen im Kniegelenk anders als etwa beim Hüftgelenk nicht vollständig ineinander passen, was die Stabilität negativ beeinflusst. Gerade bei stark beanspruchten Gelenken kommt es daher häufig zu einer Fehlbelastung, unter der die Knorpelmasse leidet. Stark belastet und komplex aufgebaut – kein Wunder, dass die Kniegelenke besonders anfällig für Verschleißerscheinungen sind und Arthrose an dieser Stelle am häufigsten diagnostiziert wird. Im Fachjargon heißt das dann "Gonarthrose".

TWHOOKWie kommt es dazu? Bei einem funktionierenden Kniegelenk sind die Kontaktflächen der Knochen mit einer 3 bis 4 Millimeter dicken Gleitschicht aus Knorpelgewebe überzogen. Dieses Gewebe vermindert die Reibung im Gelenk erheblich und federt Stöße elastisch ab. Unterstützt wird das Knorpelgewebe von Innen- und Außenmeniskus, die zur Abpufferung beim Gehen, Laufen und Springen beitragen. Außerdem sind an der Funktion des Kniegelenks zahlreiche Bänder, Sehnen und Muskeln beteiligt. Damit ihr Zusammenspiel buchstäblich reibungslos funktioniert, ist ein stabiles Netz kollagener Fasern nötig, die eine Art "Verbundwerkstoff" bilden und aus Knorpelzellen hergestellt werden. Eine intakte Knorpelmasse ist also essentiell für die Funktion des Kniegelenks. Wird sie geschädigt und abgebaut, droht eine Kniearthrose.


Eine solche Degeneration der Knorpelsubstanz äußert sich durch Schmerzen in den Knien, die oft mit zunehmender Unbeweglichkeit einhergehen und unbehandelt zu einer Versteifung oder kompletten Zerstörung des Gelenks führen können. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zum Arzt zu gehen und dem Abrieb des Knorpels den Kampf anzusagen. Verantwortlich für die Schädigung sind in den meisten Fällen biochemische oder mechanische Ursachen. Biochemische Ursachen sind beispielsweise System- und Stoffwechselerkrankungen, Rheuma oder Durchblutungsstörungen sowie genetische Veranlagung.


Zu den mechanischen oder auch sekundären Ursachen zählen hingegen Unfälle, Übergewicht, Entzündungen oder Fehlstellungen. Warum vor allem sekundäre Einflüsse für das Kniegelenk problematisch sind und auch bei jungen Menschen Arthrose auslösen können, erfahren Sie im Kapitel über die speziellen Ursachen der Kniearthrose.

In den folgenden Lektionen werden wir auf Ursachen, Symptome und Therapien der Kniearthrose etwas genauer eingehen.

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Ihr Fortschritt im Kurs Arthrose
Text Das Knorpelgewebe im Knie macht schmerzfreie Bewegungen überhaupt erst möglich
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aktualisiert am 29.05.2015, erstellt am 11.04.2014
Bildnachweis: W&B / Röper

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