Die Ursachen einer Kniearthrose

Spezielle Ursachen der Kniearthrose

Das Kniegelenk ist nicht ohne Grund am häufigsten von Arthrose betroffen. Zu den üblichen Risikofaktoren wie Übergewicht, bestimmten Erkrankungen oder Fehlbelastungen kommt, dass dieses Gelenk aufgrund des komplizierten Aufbaus und der hohen Belastung sehr anfällig ist und wenig verzeiht. Fehl- und Überbelastung setzen dem Knie ebenso zu wie Verletzungen, aus denen sich häufig Arthrose entwickelt.

Unfallbedingten Knieverletzungen kommt bei ihrer Entstehung eine Sonderrolle zu, da sie die Krankheit selbst bei jüngeren Menschen auslösen können. Arbeits- und Gelegenheitsunfälle, vor allem aber Sportunfälle, sind heute eine der Hauptursachen für Kniearthrose. Solche Unfälle können zu direkten Knorpelrissen oder Defekten führen, zum Beispiel wenn bei Knieverdrehungen oder Prellungen durch einen Sturz kleine Stücke aus der Knorpelmasse brechen. Unbehandelt heilen solche Verletzungen nicht, sondern verschlechtern sich stetig.

Text Das Knie ist besonders anfällig für Sportverletzungen. Übertreiben Sie es also nicht
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Auch eine indirekte Schädigung durch die Verletzung anderer Gelenkstrukturen kommt häufig vor. Sind beispielsweise Meniskus, Seiten- oder Kreuzbänder lädiert, führt das mitunter zu einer Verminderung der Gelenkstabilität, dem Verlust der Pufferfunktion oder einer Beeinträchtigung der Gelenkdichtung. Gerade die Beeinträchtigung der Stabilität ist bedenklich, wird sie doch erst durch das Zusammenspiel von Innen- und Außenbändern, den im Gelenk befindlichen Kreuzbändern und den Menisken gewährleistet.

All diese Bereiche sind prädestiniert für Sportverletzungen und stellen daher echte Schwachpunkte dar. Ist eines dieser Bänder beschädigt, überdehnt oder gerissen, können Fehlbelastungen oftmals gar nicht vermieden werden.


All das stellt die Weichen für eine spätere Knorpelschädigung. Deswegen ist die frühzeitige Therapie und das vollständige Ausheilen solcher Verletzungen enorm wichtig. Wer das betroffene Knie zu schnell wieder belastet, riskiert dauerhafte Schäden. Entfernen die Ärzte zum Beispiel den Meniskus operativ, entsteht nach 20 Jahren bei 70 Prozent der Patienten eine Arthrose. Mit rund 80 Prozent ist der Gelenkverschleiß im Knie nach einer Kreuzbandverletzung sogar noch höher.


Risikoreich sind vor allem Sportarten wie Tennis, Squash, Fechten oder Skifahren, aber auch schnelle Kontaktsportarten wie Rugby, Fußballball, Handball, Volleyball oder Basketball. Besonders empfehlenswerte Sportarten sind laut der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin hingegen Schwimmen und Wassergymnastik, weil der Auftrieb des Wassers die Gelenke schont. Auch Radfahren, Walking und Nordic Walking sowie Inline-Skaten eignen sich.


Auch starke, sich wiederholende und monotone Belastung schadet den Kniegelenken. Sei es durch Sport wie Gewichtheben oder bestimmte berufliche Tätigkeiten. So haben zum Beispiel Boden- und Fliesenleger ein hohes Risiko, Kniearthrose zu entwickeln. Auch Berg-, Land-, Bau-, Wald- und Werftarbeiter gelten als gefährdet. In Deutschland ist Kniearthrose deshalb unter bestimmten Umständen als Berufskrankheit anerkannt.


Ein weiteres spezielles Problem in Sachen Kniearthrose sind Fehlstellungen an Hüfte, Füßen oder Beinen. Sind Beinachse und Gelenkflächenwinkel verschoben, etwa durch einen schlecht verheilten Bruch, eine Entzündung oder eine angeborene Fehlstellung, ist die Druckverteilung auf den Kniegelenken nicht mehr optimal. In diesem Fall werden sie ungleichmäßig belastet und nutzen sich einseitig verstärkt ab - dann kann sehr früh Arthrose auftreten. Bei X-Beinen ist vor allem die Außenseite der Kniegelenke betroffen, bei O-Beinen die Innenseite. Sind solche Probleme aufgrund einer starken Abweichung von der Idealachse vorhersehbar, ist in vielen Fällen eine chirurgische Korrektur in jungen Jahren möglich. Außerdem können orthopädische Einlagen der ungleichmäßigen Abnutzung des Knorpels zumindest entgegenwirken.


Soviel zu den Ursachen. Die nun folgende Lektion erklärt Ihnen, wie Sie am besten vorbeugen.

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Ihr Fortschritt im Kurs Arthrose

aktualisiert am 10.09.2014, erstellt am 11.04.2014
Bildnachweis: /bearb. Cwajna-Waldner, W&B / Röper

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