Die typischen Anzeichen einer Hüftarthrose

Frau mit Rückenschmerzen

Oft verläuft eine Hüftarthrose erstmal völlig unbemerkt. Oder Betroffene nehmen frühe  Warnzeichen nicht als solche wahr. Das ist tückisch, denn schreitet der Gelenkverschleiß im Stillen voran, kommt es irgendwann bei jedem Schritt zu Schmerzen. Wichtig ist deshalb, schon die ersten Symptome ernst zu nehmen und einen Arzt aufzusuchen. Je früher eine Behandlung beginnt, desto besser.

Erstes Anzeichen: Der Anlaufschmerz

Kennen Sie das? Nach längerem Sitzen oder morgens nach dem Aufstehen läuft man los und verspürt ein leichtes Ziehen oder Verspannungen in der Hüfte. Doch schon nach einigen Schritten verschwinden die Beschwerden. Also Schwamm drüber, kann ja nicht so schlimm sein. Das ist falsch! Dieser sogenannte Anlaufschmerz ist ein erstes Anzeichen von Arthrose. Nehmen Sie dieses Warnzeichen ernst. Spätestens, wenn Sie registrieren, dass sich der Anlaufschmerz immer häufiger einstellt, sollten Sie einem Arzt davon berichten.

Weitere klassische Symptome einer Hüftarthrose

Wer den Anlaufschmerz unbeachtet lässt, wird bald weitere Symptome einer Hüftarthrose zu spüren bekommen. Das macht sich folgendermaßen bemerkbar:

  • Beim Abwärtssteigen von Treppen schmerzt die Hüfte. Ebenso sind Drehbewegungen, etwa beim Aussteigen aus dem Auto, kaum noch möglich, ohne dass es in der Hüfte zwickt und zwackt. Auch sich bücken fällt zunehmend schwerer.

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  • Manche Hüftarthrose-Patienten empfinden bei solchen oder anderen Bewegungen eher einen Schmerz in der Leiste. Der Leistenschmerz strahlt nicht selten über den gleichseitigen Oberschenkel aus, teilweise bis ins Knie.

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  • Ist die Hüftarthrose schon fortgeschritten, schmerzt das Gelenk besonders nach längerer Beanspruchung, etwa einer ausgiebigen Radtour oder einem längeren Stadtbummel. In Folge hinkt man und/oder knickt die Hüfte auf der von Arthrose betroffenen Seite leicht ein.

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  • Schreitet die Arthrose noch weiter fort, nimmt die Beweglichkeit der Hüfte immer mehr ab. Das Spreizen und Heranziehen der Beine bereitet zunehmend Schmerzen. Der Oberschenkel lässt sich nur noch schlecht oder gar nicht mehr drehen.

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  • Bei Überlastung des Hüftgelenks reagiert dieses mit einer Entzündung. Der Bereich um das Gelenk schwillt an und ist warm, die Haut kann sich röten. Die Entzündgsprozesse im Gelenk bereiten zusätzliche Schmerzen. Mediziner sprechen dann von einer "aktivierten Arthrose".

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  • Im Endstadium der Hüftarthrose treten selbst in Ruhe - also im Liegen oder Sitzen - Schmerzen auf. Nachts kann das Betroffenen den Schlaf rauben, was zu Leistungseinbußen und weiteren gesundheitlichen Problemen führt. 

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Sie sehen: Die Beschwerden einer Hüftarthrose sind schmerzhaft und schränken die Mobilität ein. Wenn Betroffene im Endstadium keinen Schritt mehr ohne Qual machen können und vor lauter Schmerzen selbst nachts keine Ruhe finden, leidet die Lebensqualität stark.

Also nehmen Sie Warnzeichen ernst und werden Sie aktiv. Was Sie selbst tun können, wissen Sie ja bereits. Kurz zusammengefasst: Bewegung, gesunde Ernährung, Übergewicht abbauen. Wie Ihnen Ärzte und andere Therapeuten bei einer Hüftarthrose helfen können, erfahren Sie in der nächsten Lektion.

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Ihr Fortschritt im Kurs Arthrose

aktualisiert am 07.03.2014, erstellt am 11.04.2014
Bildnachweis: W&B / Röper, Strandperle/Rob Lewine/Tetra Images

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