Helfen Knorpelaufbaupräparate wirklich bei Arthrose?

Nahrungsergänzungsmittel

Die Wirkung von Knorpelaufbaupräparate ist wissenschaftlich nicht belegt

Unter Knorpelaufbaupräparate werden Substanzen zusammengefasst, die in der Lage sein sollen, die Knorpelsubstanz im Gelenk zu schützen. Zu den Vertretern dieser Substanzgruppe zählen unter anderem Glucosamin und Hyaluronsäure. Im menschlichen Körper spielen sie eine Rolle beim Knorpelaufbau und dem Stoffwechsel im Gelenk. Deswegen kamen Forscher auf die Idee, Arthrosepatienten diese Substanzen zu verabreichen, in der Hoffnung, damit den Knorpelverschleiß zu bremsen.

Diese Wirkung ist aber nicht belegt. Verschiedene Untersuchungen konnten keinen eindeutigen Effekt zeigen. Nur in einzelnen Fällen traten positive Effekte auf. So reduzierte das Einspritzen von Hyaluronsäure in das Kniegelenk dort Schmerzen und verbesserte die Beweglichkeit – allerdings nur sehr schwach. Auch außerhalb von Studien treten diese Effekte auf.

TWHOOKWeil aber Hyaluronsäure zum Beispiel gespritzt werden muss, besteht hier immer das Risiko einer Gelenkinfektion. Zudem können Knorpelaufbaupräparate allergische Reaktionen hervorrufen.

Gesetzliche Krankenkassen zahlen solche Behandlungen nicht, Patienten müssen die Präparate folglich aus eigener Tasche zahlen. Nutzen und Risiko sollte ein jeder also kritisch abwägen – am besten zusammen mit einem Arzt.

Damit haben Sie jetzt die medikamentösen Therapieoptionen bei Arthrose kennengelernt. In der nächsten Lektion soll es um Orthopädie-Technik gehen, also Bandagen, Orthesen, angepasste Schuhe und andere Maßnahmen.

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aktualisiert am 29.05.2015, erstellt am 08.04.2014
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