Röntgen, Ultraschall, MRT und CT bei Arthrose

Optische Verfahren sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken – so auch bei der Diagnose von Arthrose. Zwar kommen hier auch aufwendige Verfahren wie Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) zum Einsatz, doch die gute, alte Röntgenaufnahme ist auch heute noch das Basisprogramm bei der Untersuchung des betroffenen Gelenks – nicht nur bei der Erstdiagnose, sondern auch später bei Kontrollterminen.

Um ein Röntgenbild richtig auswerten muss man üblicherweise mindestens Medizin studiert haben, idealerweise auch noch eine Facharztausbildung Radiologie besitzen. Aber das folgende Röntgenbild können auch Sie – bei genauem Hinsehen – entziffern. Was ist auf der Aufnahme zu sehen? Noch ist das Bild verdeckt von einer hellblauen Fläche. Klicken Sie auf die mit der linken Maustaste auf die blaue Fläche und es werden nach und nach Bildbereiche sichtbar. Wenn Sie meinen zu wissen, was hier abgebildet ist, können Sie auf das entsprechende Feld unten klicken, um Ihre Vermutung zu überprüfen. Falls Sie es garnicht erkennen: Mit einem Klick auf das Feld ganz rechts erhalten Sie die Lösung.

Besondere Auffälligkeiten im Röntgenbild weisen mit hoher Sicherheit auf einen Knorpelschaden hin. Zunächst zeigt sich der Knorpelabrieb in einem schmalen Gelenkspalt. Die Belastung der Gelenkflächen wird sichtbar asymmetrisch. In Bereichen starker Kräfte verhärtet der Knochen unter der Knorpelschicht, es kommt zur sogenannten subchondralen Sklerose. In Randzonen hingegen, wo der Gelenkkontakt abnimmt, wachsen Knochenausläufer – Osteophyten genannt.

Im fortgeschrittenen Stadium zeigt das Röntgenbild außerdem "Geröllzysten". Das sind Löcher im Knochen, die durch Überlastung entstehen. Schließlich kommt es zur deutlichen Deformation des Gelenks. Diese charakteristischen Zeichen sagen allerdings relativ wenig über das Ausmaß der Beschwerden aus.

Fehlstellungen oder Verletzungsfolgen am Gelenk macht das Röntgenbild ebenfalls sichtbar. Ihr Nachweis deutet auf mögliche Ursachen einer Arthrose hin.

TWHOOKFällt das Röntgenbild uneindeutig aus, können weitere Untersuchungen notwendig sein. Mit Sonografie (Ultraschall) und Kernspintomografie lassen sich die umgebenen Gewebe gut beurteilen. Das spielt vor allem am Knie eine besondere Rolle, weshalb bei Kniearthrose meist eine Kernspintomografie gemacht wird.

Ist das nicht möglich, weil der Patient beispielsweise Metallteile im Körper trägt, kommt alternativ eine Computertomografie (CT) in Frage. Dabei handelt es sich um eine Röntgenaufnahme, bei der die Gelenke in dünnen Schichtbildern untersucht werden. Eine CT geht mit einer hohen Strahlenbelastung einher und sollte deswegen sehr behutsam eingesetzt werden.

Per Szintigrafie kann der Arzt feststellen, ob entzündliche Prozesse oder bösartige Tumore die Beschwerden verursachen. Dabei werden radioaktiv markierte Stoffe verabreicht, die sich in Krankheitsherden anlagern und diese so mess- und damit sichtbar machen.

Soviel zu den Verfahren, bei dem Ärzte von außen in ein Gelenk schauen. Manchmal wollen Mediziner aber den Zustand direkt vor Ort begutachten, also ins Innere des Körpers blicken. Gelenkspiegelung nennen das Fachleute. Was das ist und wann der Eingriff Sinn macht, lesen Sie in der nächsten Lektion.

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Ihr Fortschritt im Kurs Arthrose
Text Hilft ein Röntgenbild nicht weiter, kommen Ultraschall, Kernspintomografie und mitunter auch CT zum Einsatz
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aktualisiert am 28.05.2015, erstellt am 08.04.2014
Bildnachweis: W&B / Röper

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