Warum Fehlbelastung ein Risiko für Arthrose ist

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Basketball: Kein idealer Sport für die Gelenke

Unsere Gelenke müssen im Alltag eine Menge aushalten. Das gilt gerade für die Lastenträger Knie und Hüfte, aber auch für Finger, Schultern und Co. In der Regel sind sie den Belastungen, die Sport, Arbeit und Freizeit mit sich bringen, durchaus gewachsen.

Unter bestimmten Umständen jedoch kann es kritisch werden. Fehlbelastungen der Gelenke erhöhen das Risiko, Arthrose zu entwickeln – je intensiver und dauerhafter sie erfolgen, desto mehr leiden die Gelenke. Die Ursachen für solche Fehlbelastungen sind vielfältig und reichen von orthopädischen Problemen über belastende Berufe bis hin zu exzessivem Sport.

TWHOOKOft ist zum Beispiel die Arbeit das Problem. Wer über Jahre hinweg nahezu täglich monoton-belastende Bewegungen ausführt, erhöht sein Arthroserisiko ungemein. Das gilt etwa für Jobs am Fließband oder einige Handwerksberufe. Boden- und Fliesenleger entwickeln oft Probleme in den Knien, Fließbandarbeiter und Dachdecker in der Schulter. Gefährdet sind auch Bergleute, Bau-, Forst- oder Werftarbeiter. Unter bestimmten Umständen ist Arthrose deshalb in Deutschland sogar als Berufskrankheit anerkannt. Allerdings sind auch klassische Schreibtischtäter vor Gelenkschäden nicht gefeit. Wer viel sitzt und sich wenig bewegt, schadet den Gelenken ebenso. Der Bewegungsmangel trägt dazu bei, dass sich Sehnen und Bänder verkürzen und die Muskeln zurückbilden, was sich negativ auf die Gesamtstabilität der Gelenke auswirkt. Außerdem leidet die Nährstoffversorgung der Knorpel, weil nur unzureichend Gelenkschmiere gebildet und verteilt wird.

Das andere Extrem ist massive körperliche Betätigung durch Sport. Keine Überraschung, auch damit tut man seinen Gelenken keinen Gefallen. Leistungssport beansprucht die Gelenke fast immer über ein gesundes Maß hinaus und auch Sportarten wie Fußball, Tennis oder Skifahren bergen ein hohes Verletzungsrisiko. Gerade durch Sportunfälle verursachte Schäden am Gelenk legen oft die Basis für eine spätere Arthrose. Gift für die Gelenke sind zudem sich ständig wiederholende, monotone sportliche Übungen wie etwa Gewichtheben.

Beim Sport sollte man es also nicht übertreiben. Ideal sind gelenkschonende Disziplinen wie Schwimmen, Radfahren oder Walken. Verletzungen lassen sich durch das Vermeiden von Kontaktsportarten verhindern. Verletzungen sind nämlich nicht nur ein Problem, weil sie die Stabilität des Gelenks beeinträchtigen und den Knorpel schädigen können. Sie führen auch oft zu Fehlbelastungen infolge von schmerzbedingten Schonhaltungen.

Neben bestimmten Berufen und Sport können aber auch orthopädische Probleme für Fehlbelastungen der Gelenke verantwortlich sein. Viele Menschen haben zum Beispiel X-Beine, O-Beine, Hüft- oder Fußfehlstellungen. Solche Abweichungen des Körpers setzen die Gelenke buchstäblich unter Druck. Egal, ob es sich um angeborene oder durch schlecht verheilte Brüche oder Entzündungen erworbene Fehlstellungen handelt – das Problem bleibt dasselbe: Die Gelenkflächen sitzen nicht mehr wie vorgesehen aufeinander, die Gewichtsverteilung gerät durcheinander. Der Knorpel wird ungleichmäßig belastet und nutzt sich in der Folge einseitig stärker ab. In solchen Fällen wird Arthrose oft schon früh zum Problem. Orthopädische Hilfsmittel wie speziell geformte Schuheinlagen können die Entwicklung aber verzögern und Fehlbelastungen ausgleichen. In schweren Fällen ist jedoch eine Operation erforderlich, um Fehlstellung und die damit einhergehenden Belastungen zu beheben.

Fehlbelastungen schleichen sich aber auch in unseren Alltag: Wie wir Lasten heben und tragen, welche Schuhe wir anziehen, wie viel wir wiegen und uns bewegen – all das beeinflusst unsere Gelenkgesundheit.

Belastend für die Gelenke können auch bestimmte Erkrankungen sein. Erfahren Sie in der nächsten Lektion, was zum Beispiel Diabetes mit Arthrose zu tun hat.

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aktualisiert am 28.05.2015, erstellt am 08.04.2014
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