Bei Bluthochdruck besser auf Alkohol verzichten

Der regelmäßige Konsum von größeren Mengen Alkohol erhöht langfristig das Risiko für die Entwicklung eines Bluthochdrucks. Auch wer nur hin und wieder Alkohol trinkt, tut seinem Blutdruck nichts Gutes. Bei Männern steigt der Blutdruck meist ab etwa 30 Gramm Alkohol an. Bei Frauen führen bereits circa 20 Gramm Alkohol zu einem Blutdruckanstieg.

Aber wieviel ist das eigentlich? In unserem kleinen Spiel lernen Sie, welche Getränke mehr, welche weniger Alkohol enthalten. Klicken Sie einfach die Bilder nacheinander von wenig Alkohol nach viel Alkohol an.

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Klicken Sie hier, um die Auflösung zu lesen

Likör: 5 Gramm in 0,02 Liter
Korn: 6 Gramm in 0,02 Liter
Whisky: 7 Gramm in 0,02 Liter
Bier: 13 Gramm in 0,33 Liter
Sherry: 16 Gramm in 0,1 Liter
Wein: 17 Gramm in 0,2 Liter

Wie stark der Blutdruck beim Trinken von Alkohol ansteigt, ist individuell unterschiedlich: Der obere, systolische Wert steigt bis zu 7 mmHg, der untere, diastolische Wert um bis zu 5 mmHg. Ist ja klar, dass das für Sie als Blutdruckkranker alles andere als gesund ist.

Warum Alkohol den Blutdruck erhöht

Die Mechanismen für den Blutdruckanstieg nach Alkoholkonsum kennen Forscher noch nicht genau. Vermutet wird eine über das Zwischenhirn ausgelöste Steigerung der Aktivität des sympathischen Nervensystems. Dieses System steuert unbewusst ablaufende Prozesse, etwa die Ausschüttung sogenannter Stresshormone wie Adrenalin, die Herzfrequenz und die Engstellung der Gefäße. Damit hat der Sympathikus einen direkten Einfluss auf den Blutdruck.

Darüberhinaus enthält Alkohol auch ziemlich viele Kalorien. Wer viel Alkohol trinkt, nimmt folglich oft zu. Und Sie wissen ja mittlerweile: Übergewicht erhöht ebenfalls den Blutdruck.

Nein zu Alkohol zu sagen - beziehungsweise ein sehr verantwortungs- und maßvoller Umgang damit - lohnt sich aber nicht nur hinsichtlich Ihrer Bluthochdruckwerte.

Alkohol (Ethanol) ist ein Zellgift, das Körperorgane und Nervenzellen schädigt. Dementsprechend begünstigt selbst schon moderater Alkoholgenuss zahlreiche Krankheiten. Dazu zählen unter anderem Leberzirrhose,   Bauchspeicheldrüsenentzündungen und Herzrhythmusstörungen. Ein dauerhaft erhöhter Alkoholkonsum wird auch häufig für einige Krebsarten, Magen-Darm- und Immunstörungen, Depressionen sowie reproduktive Störungen (zum Beispiel Unfruchtbarkeit, Impotenz, Schrumpfhoden) verantwortlich gemacht.

Das Risiko alkoholbedingt zu erkranken steigt mit der Höhe des Alkoholkonsums. Als risikoarm gilt unter Medizinern ein Wert, der sogar noch unter den blutdrucksteigernden Höchstmengen liegt.

Grundsätzlich ratsam ist: Mindestens zwei Tage in der Woche keinen Alkohol trinken.

Alkohol macht schnell süchtig

Als harmlos schätzen die meisten das tägliche Glas Wein oder das Feierabendbier nach einem stressigen Tag ein. Doch bereits dieses sogenannte Gewöhnungstrinken kann ein Einstieg in die Abhängigkeit sein. Zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholismus liegt nur ein schmaler Grad. Das Fatale ist: Der Körper stellt sich schnell darauf ein, jeden Tag Alkohol zu bekommen. Er verändert den Hirnstoffwechsel. Denn Alkohol ist in höheren Dosen eine müdemachende Substanz. Das Gehirn steuert gegen, indem es mehr aufputschende Botenstoffe ausschüttet und drosselt jene, die uns müde machen. Wer plötzlich nichts mehr trinkt, wird deswegen zum Beispiel nervös oder wälzt sich stundenlang wach im Bett hin und her. Um dem zu entkommen, greift so mancher schnell wieder zum Alkohol. Suchtexperten nennen das Erleichterungstrinken. Wird das allmählich zur Gewohnheit oder fungiert gar als Problemlöser, ist aus zwanglosem Alkoholkonsum Missbrauch geworden.

Deshalb: Jeden Abend zwei Glas Wein können schon zu viel sein! Suchtexperten empfehlen mehrmals im Jahr immer wieder mehrwöchige Phasen der totalen Abstinenz einzulegen, etwa während der sechswöchigen Fastenzeit vor Ostern.

Um eine andere Sucht soll es auch in der folgenden Lektion gehen: das Rauchen.

Ihr Fortschritt im Kurs Bluthochdruck
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aktualisiert am 11.10.2016, erstellt am 25.10.2013

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