Betablocker

Betablocker

Präparate aus dieser Medikamentengruppe senken den Blutdruck und die Herzfrequenz, also wie oft ein Herz pro Minute schlägt. Sie eignen sich besonders gut für Patienten, die neben den Bluthochdruck auch unter anderen Erkrankungen wie etwa Koronare Herzkrankheit, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen leiden oder bereits einen Herzinfarkt erlitten haben.

Einnahme

Betablocker gibt es in Form von Pillen, die der Pattient ein bis zweimal täglich einnimmt. In besonderen Fällen können Betablocker auch gespritzt werden.

Besonderheiten

Betablocker gehören zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten von Herzpatienten. Meist verschreiben sie Ärzte in Kombination mit anderen Präparaten.

Für wen?

Sie helfen - auch unabhängig von einem Bluthochdruck - Patienten mit einer chronischen Herzleistungsschwäche oder Angina Pectoris, ebenfalls Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hinter sich haben oder unter bestimmten Herzrhythmusstörungen leiden.

Nebenwirkungen

• Betablocker können Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel haben. Bei Bluthochdruckpatienten, die ein erhöhtes Risiko für Diabetes haben, kann die Einnahme von Betablockern dieses Risiko weiter steigen

• Bei Diabetikern, die Insulin zur Therapie brauchen, können Betablocker die Anzeichen einer Unterzuckerung verschleiern

• Eine zu hohe Dosis kann die Herzfrequenz zu stark absenken – die Dosis muss in solch einem Fall angepasst werden

• Höhere Dosen können dämpfend wirken auf die allgemeine körperliche Aktivität

• Manche Patienten klagen auch vermehrt über kalte Hände und Füße

• Die bei Patienten gefürchteste Nebenwirkungen von Betablockern ist Potenzstörung. Das tritt aber nicht häufig auf - so wie die meisten Nebenwirkungen.

Kontraindikation

Asthmatiker sollten keine Betablocker einnehmen, da Betablocker eine Verengung der Bronchien in den Lungen auslösen könnnen. Auch Patienten mit einer akuten Herzschwäche dürfen Substanzen aus dieser Medikamentengruppe nicht einsetzen. Gleiches gilt für Menschen mit Bradykardie, also einem sehr niedrigen Puls. Diabetiker, die zu Unterzuckerungen neigen, sollten besser auf Betablocker verzichten.

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Ihr Fortschritt im Kurs Bluthochdruck

aktualisiert am 28.07.2014, erstellt am 25.10.2013
Bildnachweis: W&B/Simon Katzer, W&B / Röper

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