Bluthochdruck und Impotenz

Bluthochdruck und Impotenz

Zu einer guten Partnerschaft gehört auch ein erfülltes Sexualleben. Bluthochdruck kann da Mann in die Quere kommen. Die Krankheit schädigt mitunter die feinen Arterien im Penis. Sind diese durch Arteriosklerose verkalkt, fließt zu wenig Blut in die Schwellkörper des Gliedes. Eine befriedigende Erektion ist somit nicht mehr möglich.

Männer sollten Impotenz als Warnzeichen verstehen: Sind die Gefäße im Penis geschädigt, können auch andere Gefäße im Körper bereits verkalkt sein - mit noch schlimmeren, nämlich lebensbedrohlichen Folgen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Männer sollten Potenzprobleme deshalb immer vom Arzt abklären lassen.

Das kostet meist eine gehörige Portion Überwindung. Dazu sei folgendes gesagt: Keine Scheu! Erstens sind Sie mit Ihrem Problem nicht allein. Ab einem Alter von 50 Jahren kennt das fast jeder zweite Mann. Und - zweitens - ist es genau deswegen für Ärzte eine alltägliche und selbstverständliche Aufgabe, über Impotenz und andere sexuelle Probleme zu sprechen und dafür Lösungen zu finden. Drittens garantiert die ärztliche Schweigepflicht, dass alles Gesagte eine Angelegenheit zwischen Arzt und Patient bleibt.

Versuchen Sie auch Ihrer Partnerin gegenüber offen mit Erektionsproblemen umzugehen. Vertrautheit und Verständnis wirken sich positiv auf das Liebesspiel aus. Zudem kann Ihnen ein offenes Gespräch helfen, dass nicht schon allein die Angst vorm Versagen dazu führt, dass es im Bett nicht mehr klappt.

Ihr Mut wird ziemlich sicher belohnt werden. In 70 Prozent der Fälle sind körperliche Ursachen - zumeist beeinträchtigte Gefäßfunktionen - schuld an einer längeren Flaute im Bett. Dagegen gibt es heute viele Therapiemöglichkeiten. Wenn Sie offen mit Ihren sexuellen Problemen umgehen und ärztliche Hilfe suchen, sollte der Weg zurück zu einem erfüllten Sexualleben möglich sein.

Ab wann sprechen Ärzte von Impotenz?

Impotenz ist der umgangssprachliche Begriff für ein breites Spektrum männlicher Probleme beim Sex, von denen so mancher Mann schon spricht, wenn der Penis hin und wieder nicht ganz so steif wird. Mediziner hingegen diagnostizieren eine "erektile Dysfunktion" erst, wenn ein Mann ein halbes Jahr lang kein befriedigendes Sexualleben mehr hat, weil sein Glied gar nicht mehr oder nicht ausreichend steif wird oder bleibt.

Die erektile Dysfunktion (ED) kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten:

• Leichte ED: Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, ist leicht beeinträchtigt. Der Mann erlebt aber meistens noch eine sexuelle Befriedigung.

• Mittelschwere ED: Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, ist teilweise beeinträchtigt. Betroffene Männer werden nur noch selten sexuell befriedigt. Die Mehrheit der Männer mit Erektionsproblemen leidet unter dieser Ausprägung.

• Schwere ED: Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, ist stark beeinträchtigt. Männer in diesem Stadium erleben keine oder nur sehr selten sexuelle Befriedigung.

Um die Ursachen für Potenzprobleme aufzudecken, analysiert der Urologe neben dem Bluthochduck auch noch andere Parameter. Da besonders Blutzuckerschwankungen die Standfestigkeit des Glieds beeinflussen, wird er einen Zuckertest machen. Möglicherweise ist ein unentdeckter Diabetes die Ursache der Impotenz. Zudem haben hohe Cholesterinwerte, Übergewicht sowie Nikotinkonsum Einfluss auf eine Erektion. Auch das Alter spielt eine Rolle: Der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron sinkt nach dem 50. bis 60. Lebensjahr bei jedem Mann. Weniger Testosteron mindert nicht nur die Potenz, auch das sexuelle Verlangen und die Fruchtbarkeit lässt nach. Manchmal beeinträchtigen auch die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente den Sex, darunter einige Blutdruck- und Cholesterinsenker sowie bestimmte Psychopharmaka und blutzuckersenkende Mittel. Indem Sie offen mit Ihrem Erektionsproblem umgehen, kann der Arzt alternative Medikamente für Sie suchen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Impotenz

Natürlich gilt es zuallererst, den Bluthochdruck zu senken - mit allen Bekannten Maßnahmen, die Sie ja bereits hier in der Gesundheitsakademie gelernt haben. Es gibt aber auch eine Reihe spezieller Behandlungsmöglichkeiten, darunter gefäßerweiternde Medikamente und Hormontherapien, Vakuumpumpen und operative Methoden. Was am besten geeignet ist, wird der Arzt in einem ausführlichen Gespräch mit seinem Patienten klären.

So, nur noch eine Lektion, dann haben Sie die Gesundheitsakademie Bluthochdruck geschafft. Das Thema lautet: Operationen gegen Bluthochdruck.

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aktualisiert am 11.10.2016, erstellt am 25.10.2013
Bildnachweis: Thinkstock/iStock

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