Gute Cholesterin-Werte senken Herz-Kreislauf-Risiken

Makrelen

Durch gesunde Ernährung können Sie Einfluss nehmen auf Ihre Blutfettwerte. Befolgen Sie einfach diese Regel: Ungesättigte Fette bevorzugen, wenig gesättigte Fette essen und Transfette möglichst ganz meiden.

Ungesättigte Fette sind gut

Warum genau ungesättigte Fettsäuren so heißen, soll uns hier nicht interessieren. Merken Sie sich einfach: Das sind die guten Fette. Unser Körper braucht diese Fettsorten überall. Vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 sowie die einfach ungesättigte Fettsäure Omega-9 seien hier extra erwähnt. Diese können das schlechte LDL-Cholesterin senken und das gute HDL-Cholesterin anheben. Indem Sie also überwiegend mehrfach ungesättigten Fettsäuren verzehren, leisten Sie einen Beitrag zum Schutz Ihrer Gefäße.

Omega-Fettsäuren stecken in hochwertigen, kaltgepressten Pflanzenöle - besonders in Oliven, Raps, Hanf- und Leinsamen, Soja, Sonnenblumenkernen und Walnüssen. Auch Avocados und Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele und Hering enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Bei allem Guten, was die Omega-Fettsäuren uns bringen, vergessen Sie aber nicht, dass Fette grundsätzlich sehr viele Kalorien enthalten. Genießen Sie in Maßen.

NCHOOKGesättigte Fette sind böse

Gesättigte Fettsäuren treiben das schädliche LDL-Cholesterin nach oben. Deshalb sollten Sie darauf achten, nur wenige gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen.

Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in fettreichen tierischen Produkten enthalten. Also zum Beispiel in Vollmilch, in Käse mit über 45 Prozent Fett, in Butter und Schmalz sowie in fettreichem Fleisch und seinen Produkten wie Wurst. Konsumieren Sie diese tierische Produkte deshalb nur in Maßen oder wählen Sie gleich magere Käse-, Fleisch- und Wurstsorten sowie Halbfett- oder Magermilch und fettreduzierten Käse. Vom Speiseplan weitesgehend streichen sollten Sie auch Palm- und Kokosfett, da sich darin ebenfalls viele gesättigte Fettsäuren befinden.

Versteckte Fette sind gesundheitsschädlich

Eine weitere Gefahr für Ihre Cholesterinwerte lauert in den sogenannten versteckten Fetten. Sie finden sich etwa in Kuchen, Keksen, Schokolade, Pommes Frites und Fertiggerichten. Oft enthalten solche Lebensmittel auch Transfette. Das sind Nebenprodukte, die bei starker Erhitzung im Fett-Härtungsprozess entstehen. Bei mehreren hundert Grad bilden sich künstliche Fettmoleküle, die das HDL-Cholesterin und die Triglyceride in die Höhe treiben. Wie Sie der Gefahr entgehen? Am besten immer selbst kochen. Und auf naturbelassene Lebensmittel setzen, die Sie frisch zubereiteten.

Die Fett-Regel

Insgesamt sollten Sie nicht mehr als 60 Gramm Fett pro Tag essen. Das entspricht einem Anteil von 30 Prozent Fett am Tagesenergiebedarf, wie ihn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Erwachsenen bei normaler körperlicher Belastung empfiehlt.

Allen, die etwas abspecken möchten oder sollten, empfehlen Experten mit 40 Gramm Fett pro Tag auszukommen. Ganz auf Fett zu verzichten ist ungesund: Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie zahlreiche Antioxidantien, die unsere Zellen schützen, kann der Körper ohne Fett nicht verwerten.

Medikamentöse Behandlung

Mit der richtigen Ernährung und ausreichend Bewegung können Sie gut Einfluss auf Ihre Blutfettwerte nehmen. Ein zu hoher Cholesterinspiegel lässt sich dadurch um zehn bis 15 Prozent senken. Kommt es jedoch nicht zu dem gewünschten Erfolg, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise zu einer medikamentösen Therapie raten.

Zur Behandlung erhöhter Blutfettwerte stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Ihr Arzt wird Ihnen in einem Gespräch die Wirkstoffklassen, Dosierung und Nebenwirkungen erklären. Als Vorabinformation die drei wichtigsten Substanzgruppen im Überblick:

Statine (HMG-CoA-Reduktasehemmer): Sie hemmen die Eigenproduktion von Cholesterin und fördern die Aufnahme von LDL-Cholesterin in Körperzellen. Dadurch sinkt der Cholesterinspiegel im Blut.

Anionen-Austauscher: Sie binden Gallensäuren im Darm und führen zu einer vermehrten Umwandlung von Cholesterin in Gallensäuren. Dadurch sinkt die Cholesterin-Konzentration im Blut.

Fibrate und Nikotinsäurederivate: Diese Wirkstoffe senken hauptsächlich die Konzentration von Triglyceriden im Blut ab.

In der nächsten Lektion dürfen Sie wieder etwas spielen. Viel Cholesterin oder nicht viel Cholesterin, das wird die Frage sein. Mit einem Klick rechts unten geht es los.

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Ihr Fortschritt im Kurs Bluthochdruck
Zahl 60
Schriftgroesse Zahl 85
Subtext Gramm Fett
Text rechts Soviel dürfen Sie pro Tag maximal essen
Schriftgroesse Text 20
Wartezeit in Millisekunden 5000
Variante (delay oder ishow) ishow

aktualisiert am 10.12.2014, erstellt am 25.10.2013
Bildnachweis: W&B / Röper, Glow Images/Quantum

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