Herzschwäche

Herzschwäche

Ein unzureichend behandelter Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Ursachen der chronischen Herzschwäche. Denn muss das Herz ständig gegen zu hohen Druck in den Adern ankämpfen, überlastet es sich auf Dauer und wird schwach. Die Erklärung, wie genau es dazu kommt, sollen Sie sich in der folgenden Lückentextübung selbst erarbeiten. Füllen Sie die Lücken im folgenden Text mit den Wörtern in der Auswahl rechts. Dafür klicken Sie einfach die Wörter in der richtigen Reihenfolge an. Wenn Sie richtig klicken, wird die Lücke im Text geschlossen. Falls Sie falsch klicken, bekommen Sie eine Fehlermeldung. Los geht’s:









Symptome

Eine chronische Herzschwäche entwickelt sich in der Regel schleichend über Monate oder Jahre. Die Beschwerden treten nicht schlagartig auf, sondern allmählich. Zunächst sind Betroffene bei starker körperlicher Anstrengung nicht mehr so leistungsfähig. Später fühlen sie sich auch bei leichter Anstrengung rasch erschöpft und geraten schnell außer Atem.

In weiter fortgeschrittenen Stadien treten Flüssigkeitseinlagerungen auf - vor allem in der Lunge, später in den Füßen und Unterschenkeln. Es kommt zur einer Gewichtszunahme durch das eingelagerte Wasser. Da der Körper Flüssigkeit im Liegen leichter ausscheiden kann, wachen viele Patienten nachts immer wieder auf, weil sie Wasser lassen müssen.

Je nachdem, welche Herzhälfte überwiegend von der Insuffizienz betroffen ist, unterscheiden sich die Beschwerden. Deshalb wird die Erkrankung auch in "Linksherzinsuffizienz", "Rechtsherzinsuffizienz" und - wenn beide Herzhälften betroffen sind - "Globale Herzinsuffizienz" aufgeteilt.

Linksherzinsuffizienz: Atemnot ist ein typisches Symptom - nicht nur bei Anstrengung, sondern bei schwerer Herzschwäche auch in Ruhe. Zunächst kann es durch den Blutrückstau in der linken Herzkammer zu Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge kommen. Bei massivem Rückstau und Austritt von Blutflüssigkeit im Lungengewebe spricht man vom Lungenödem. Die Atmung wird "brodelnd", Betroffene haben schwerste Luftnot. Ein Lungenödem ist ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss! Rufen Sie den Notarzt: Telefon 112.

Rechtsherzinsuffizienz:
Rückstau von Blut vor der rechten Herkammer bedeutet Flüssigkeitseinlagerungen in der Leber, dem Bauchraum und den Beinen. Daneben können auch Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Leberfunktionsstörungen auftreten. Das viele Wasser im Körper macht sich auch auf der Waage bemerkbar. Ärzte empfehlen deswegen Patienten mit Herzschwäche sich täglich zu wiegen.

Globale Herzinsuffizienz: Bei anhaltender Herzschwäche der linken Herzkammer bewirkt der Rückstau im Blut über die Lungengefäße auch eine Überlastung der rechten Kammer, sodass schließlich bei Herzkammern schwächeln.

Akute Herzinsuffizienz: Eine Herzschwäche kann auch innerhalb von Stunden oder Tagen eintreten, etwa durch eine Blutdruckkrise (das ist eine plötzliche, starke Druckerhöhung in den Arterien). Liegt eine chronische Herzschwäche vor, können Herzrhythmusstörungen oder Infekte das Herz zusätzlich so belasten, dass sich die chronische in eine akute Herzschwäche wandelt. Die akute Herzschwäche äußert sich durch schwere Atemnot. Möglicherweise muss der Betroffene husten und sein Atem klingt brodelnd. Das Herz schlägt ungewöhnlich schnell, die Haut ist blass und kaltschweißig. Diese Beschwerden entstehen innerhalb kurzer Zeit und können sich schnell verschlimmern. Die akute Herzinsuffizienz ist ein medizinischer Notfall! Rufen Sie bei Verdacht sofort den Notarzt - Notrufnummer 112.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich vor allem nach der auslösenden Ursache. Für Sie als Bluthochdruckpatient ist es besonders wichtig, die Blutdruckwerte im Normalbereich zu halten. Arzneien, die Ihnen vielleicht schon zur Blutdrucksenkung verschrieben wurden, können auch das Herz vor einer Schwäche schützen. Je nach Ursache der Herzschwäche kann es auch sinnvoll sein, der Bildung von Blutgerinnseln und deren Streuung im Körper mit blutgerinnungshemmen Mitteln vorzubeugen.

Bei bestimmten Formen schwerer Herzschwäche setzen Ärzte Schrittmacher ein, mit dem Ziel, die Pumparbeit beider Herzkammern zu synchronisieren und zu verbessern.

Bei einer Herzschwäche, die auf keine Therapieform mehr anspricht, bleibt als letzte Option die Herztransplantation. Leider gibt es zu wenige Spenderorgane, um alle Patienten auf der Warteliste mit einem neuen Organ zu versorgen. Haben Sie schon einen Organspenderausweis ausgefüllt?

Herzschwäche vorbeugen

Leben Sie herzgesund! Dadurch können Sie einer Herzinsuffizienz vorbeugen. Falls Sie bereits an Herzschwäche leiden, nehmen Sie selbst einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Herzschwäche. In Kurzform zusammengefasst: Nicht rauchen, Stress vermeiden, sich ausgewogen ernähren, die Cholesterinwerte im gesunden Bereich halten und - falls Sie zu viele Kilos auf die Waage bringen - Übergewicht abbauen. Untergewicht sollten Sie bei einer bestehenden Herzschwäche jedoch ebenfalls vermeiden. Und: Selbst bei Herzschwäche ist Schonung nicht angebracht. Zwar ist keine Höchstleistung gefragt, dafür aber regelmäßige, individuell angepasste Bewegung. Für Herzpatienten gibt es zum Beispiel spezielle Herzsportgruppen.

Ein weiteres Organ, dass unter dauerhaft erhöhtem Blutdruck leidet, ist die Niere. Um sie soll es in der nächsten Lektion gehen.

Ihr Fortschritt im Kurs Bluthochdruck
88%

aktualisiert am 11.10.2016, erstellt am 25.10.2013
Bildnachweis: W&B/Szczesny, W&B / Röper

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen