Kalziumantagonisten

Kalziumantagonisten

Diese Substanzen hemmen den Einstrom von Kalzium in die glatten Muskelzellen (aus denen die Wände der Blutgefäße bestehen). Dadurch erschlaffen die Gefäße und der Blutdruck fällt.

Einnahme

Patienten, die Kalziumantagonisten einnehmen, sollten Grapefruit meiden. In der Frucht sind Substanzen enthalten, die den Abbau von einigen Kalziumantagonisten in der Leber hemmen.

Besonderheiten

Es gibt mehrere Untergruppen von Kalziumantagonisten:

• Schnell wirkende Dihydropyridine: Kommen vor allem bei akut eintretenden und starkem Bluthochdruck zum Einsatz

• Langsam wirkende Dihydropyridine: Gut verträglich, keine negativen Stoffwechselstörungen, gut kombinierbar mit anderen Hochdruckmedikamenten

• Diltiazem und Verapamil: Erweitern nicht nur die Blutgefäße und schwächen den Herzmuskel, sondern verlangsamen auch noch den Puls. Spielen aber keine bedeutende Rolle mehr bei der Therapie von Bluthochdruck

Für wen?

Die langsam wirkenden Dihydropyridine eignen sich gut für Diabetiker mit Bluthochdruck. Diese Untergruppe kommt zudem oft zum Einsatz bei Patienten, die eine Kombination von mehreren Präparaten brauchen.

Nebenwirkungen

Häufig treten bei den lang wirkenden Dihydropyridinen Wassereinlagerungen an den Unterschenkeln und Knöcheln auf. Weiterer Nebenwirkungen können Gesichtsrötungen, Kopfschmerzen, Schlagstörungen und Hautreaktionen sein.

Kontraindikationen

Patienten, die erst kürzlich einen Herzinfarkt erlitten haben, dürfen keine schnell wirkenden Dihydropyridine nehmen. Auch schwere Herzschwäche und Erkrankungen der Leber sind Gründe, auf die Therapie mit Kalziumantagonisten zu verzichten.

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Ihr Fortschritt im Kurs Bluthochdruck

aktualisiert am 28.07.2014, erstellt am 25.10.2013
Bildnachweis: W&B/Simon Katzer, W&B / Röper

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