Matt und abgeschlagen wegen Bluthochdruck-Mittel?

Müder Mann

Diesen Satz hören Kardiologen von Bluthochdruckpatienten immer wieder: "Seit ich Medikamente nehme, fühle ich mich matt und abgeschlagen". Geht es Ihnen genauso? Das mag Sie jetzt überraschen, aber Ihre Beschwerden sind eine gute Nachricht. Denn sie zeigen: Die Medikamente wirken! Ihre Gefäße werden geschont. Ihr Risiko für allerlei Folgeerkrankungen der Arteriosklerose sinkt. Also versuchen Sie der Müdigkeit etwas Positives abzugewinnen. Sie mag unangenehm sein, aber doch allemal besser als all die gesundheitlichen Gefahren des Bluthochdrucks. Wie heißt es doch unter Ärzten: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Übrigens, für Müdigkeit und Co. gibt es eine einfache Erklärung. Ihr Körper hat sich - meist jahrelang - auf den hohen Blutdruck eingestellt. Ihr Kreislauf, Ihre Organe, jede einzelne Zelle hat sich an den hohen Druck angepasst, mit dem Sauerstoff und Nährstoffe über das Blut zu ihnen transportiert wird. Und jetzt ist dieser Hochdruck auf einmal weg. Die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffe verlangsamt sich dadurch. Vereinfacht gesagt verlangsamt sich damit der ganze Stoffwechsel. Wenn Sie beim Autofahren vom Gaspedal gehen, fährt das Auto ja auch langsamer.

TWHOOKVielleicht tröstet Sie die Tatsache, dass die Nebenwirkungen mit der Zeit meist nachlassen. Denn genauso wie Ihr Körper sich im Laufe der Jahre auf den Hochdruck eingestellt hat, passt er sich auch wieder auf den niedrigeren Blutdruck an. Falls dem nicht so ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er wird möglicherweise andere Blutdrucksenker beziehungsweise eine andere Wirkstoffkombination empfehlen. Als Müdemacher gelten insbesondere Beta-Blocker, Alpha-1-Rezeptorblocker und ACE-Hemmer. Auch die Dosierung der Medikamente hat Einfluß auf die Nebenwirkungen.

Setzen Sie Ihre Tabletten auf auf keinen Fall eigenmächtig, ohne Wissen des Arztes ab. Die gewissenhafte Einnahme der vom Arzt verschriebenen Tabletten ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die Patienten konsequent einhalten sollten.

Wie wäre es, wenn Sie selbst Ihren Körper in Schwung bringen - mit ausgedehnten Spaziergängen etwa, vielleicht sogar richtig Sport. Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken.

Und nicht vergessen, die Arzneien gewissenhaft nach Plan einzunehmen. Aber was ist, wenn man es trotzdem mal vergißt? Passiert doch jedem einmal. Kein Grund zur Panik, das ist nicht schlimm. Wie Sie dann vorgehen, erfahren Sie in der nächsten Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Bluthochdruck
64%
Text Die Nebenwirkungen lassen mit der Zeit meist nach
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
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aktualisiert am 11.10.2016, erstellt am 25.10.2013
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