Systolisch, Diastolisch, mmHG: Was bedeuten die Zahlen und Bezeichnungen?

Blutdruckmessgerät

Bei der Diagnose Ihres Bluthochdrucks hat Ihnen Ihr Arzt zwei Zahlen genannt, hinter denen die Abkkürzung "mmHG" stand. Und jetzt fragen Sie sich vielleicht: Was bedeutet das? Wir erklären es.

Beim Blutdruckmessen ermittelt der Arzt zwei Zustände in Ihren Arterien:

• Einmal den Blutdruck, der beim Entleeren der linken Herzkammer in den Arterien entsteht. Also wenn das Herz sich anspannt, um Pumpleistung zu bringen - und somit das Blut in den Körper drückt. Das ist der systolische Blutdruck. Er ist immer der höhere Wert.

• Der diastolische Wert bezeichnet den Blutdruck, der während der Erschlaffungsphase vom Herz in den Arterien herrscht, also wenn die Herzkammern sich öffnen und Blut in die Kammern einfließt. Er ist der zweite beziehungsweise untere Wert.

TWHOOKGemessen wird nicht direkt der Druck in den Gefäßen - dafür müsste man eine Sonde in die Arterie legen. Vielmehr gibt es drei verschiedene Methoden, den Blutdruck indirekt von außen an den Armen zu messen. Hinter diesen Methoden steckt komplizierte Technik, die wir an dieser Stelle nicht erklären.

"mmHG" ist die Abkürzung für "Millimeter Quecksilbersäule". Die Bezeichnung stammt aus der Zeit, als Blutdruck noch mit Geräten ermittelt wurde, bei denen tatsächlich die Höhe von Quecksilber - in einer senkrechten Säule gefüllt - als Referenz für den Blutdruck zum Einsatz kam. Heutzutage messen moderne Geräte ganz anders. Die Abkürzung "mmHG" ist jedoch immer noch üblich.

Als arterielle Hypertonie - verkürzt auch Hypertonie, Hypertonus, Hypertension oder im täglichen Sprachgebrauch einfach Bluthochdruck genannt - gilt ein systolischer Blutdruck von mindestens 140 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck von mindestens 90 mmHg. Dies ist die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Welche Grenzwerte zur Klassifikation des Bluthochdrucks für Erwachsene aller Altersgruppen gelten, zeigt Ihnen unsere animierte Blutdruckuhr. Klicken Sie einfach auf die blauen Schaltflächen unten:


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Bei Kindern ist der Blutdruck niedriger als bei Erwachsenen. Der optimale systolische Wert liegt bei ihnen je nach Alter zwischen 90 und 120 mmHg, der diastolische unter 90 mmHg.

Um festzustellen, ob Sie unter Bluthochdruck leiden, reicht eine Messung allein nicht aus. Eine definitive oder stabile Hypertonie liegt vor, wenn bei drei Messungen an zwei verschiedenen Tagen Blutdruckwerte von oder über 140/90 mm Hg gemessen werden. Dann kann man davon ausgehen, dass der Blutdruck im Gefäßsystem chronisch erhöht ist. Idealerweise ermittelt der Arzt den Blutdruck in einer Langzeitmessung.

Hat der Arzt Bluthochdruck festgestellt, wird er weitere Untersuchungen veranlassen, die Sie eventuell schon kennen. Warum der Arzt bei Ihnen möglicherweise auch das Urin, das Blut, die Niere und den Herzrhythmus untersucht hat, erfahren Sie im nächsten Kurs.

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aktualisiert am 02.08.2016, erstellt am 25.10.2013
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