Warum ist mein Blutdruck so hoch?

Blutdruck messen

Ursachen für einen Bluthochdruck gibt es viele. Auf einige davon haben wir Menschen Einfluss - können dem also entgegenwirken. Bei anderen sind wir machtlos.

Fangen wir mit einem Grund an, für den wir nichts können und der jeden von uns früher oder später trifft: das Alter. Mit den Jahren lässt die Elastizität der Blutgefäße nach, weil die Arterienwände verhärten und sich somit etwas verengen. "Damit steigt automatisch der Blutdruck", erklärt Apotheker Dr. Sebastian Michael aus Waldheim. Das lässt sich zwar nicht verhindern. Doch ein gesunder Lebensstil bewirkt immerhin, dass dieser Altersbluthochdruck erst so spät wie möglich einsetzt.

Ein weiterer Grund kann eine erbliche Veranlagung sein. Bestimmte Varianten von Genen erhöhen das Risiko für einen Bluthochdruck. Heilen lässt sich das nicht, wohl aber die Belastung des hohen Blutdrucks auf den Körper durch geeignete Maßnahmen lindern.

Manche Menschen sind auf Medikamente angewiesen, die als Nebenwirkung einen Anstieg des Blutdrucks haben. "Deswegen auf die Medikamente zu verzichten ist meist keine Option", erklärt Pharmazeut Michael. Auch hier gilt: Medikament hin oder her, der Blutdruck sollte mit entsprechenden Maßnahmen unter Kontrolle gebracht werden.

Auch die ein oder andere Krankheit begünstigt Bluthochdruck. Ärzte nennen das einen "sekundären Bluthochdruck". Vor allem Nierenschäden zählen dazu. Auch die so genannte Schlafapnoe - das typische Symptom sind Atemaussetzer während des Schlafs - hat oft einen negativen Einfluss auf den Blutdruck. In solchen Fällen gilt es natürlich, diese Krankheiten selbst zu behandeln.

Ein spezieller Fall von Bluthochdruck kann während einer Schwangerschaft auftreten. Deshalb wird beim Gynäkologen auch immer der Blutdruck werdender Mütter gemessen.

Soweit die Ursachen, auf die Betroffene (so gut wie) keinen Einfluss haben. Aber ein guter Anteil der rund 37 Millionen Menschen in Deutschland, die unter Bluthochdruck leiden, trägt sehr wohl eine Mitverantwortung für das Leiden. Denn bei ihnen sind Faktoren wie Übergewicht (und damit verbunden zu hohe Blutfettwerte), Bewegungsarmut, Rauchen, Alkoholkonsum und nicht zuletzt Stress die Hauptübeltäter, die den Blutdruck in die Höhe treiben.

Vor allem Stress wird oft unterschätzt. Dabei ist Bluthochdruck nur eine der vielen Krankheiten, für die Dauerstressgeplagte ein hohes Risiko haben. Herzleiden, Burnout und Depressionen gehören auch noch dazu.

"Für Sie als Bluthochdruck-Patient gilt deswegen unbedingt: einen gesunden Lebensstil führen", rät Sebastian Michael. Dazu gehören nicht nur sich ausgewogen zu ernähren und regelmäßige Bewegung, sondern möglicherweise auch mal etwas kürzer treten und ganz gezielt Entspannungsmomente im Alltag einzubauen. Das ist nicht immer einfach, vor allem für Berufstätige oder Eltern. Aber es ist wichtig.

Viel Hintergrundwissen, Tipps und Anregungen dazu erhalten Sie hier in der Gesundheitsakademie. Und hier erfahren Sie auch, ob Bluthochdruck eine Krankheit ist, die einen für immer begleitet. Die Antwort auf diese Frage lesen Sie in der nächsten Lektion ...

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aktualisiert am 10.12.2014, erstellt am 25.10.2013
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