Wie Kombinationspräparate Blutdruck senken

Tabletten

Sie haben ja schon erfahren, dass es eine ganze Reihe von Wirkstoffen gegen Bluthochdruck gibt. Jeder für sich alleine erzielt eine Wirkung - bei dem einem mehr, bei dem anderem weniger. Noch bessere Ergebnisse sind möglich durch eine Kombination von mehreren blutdrucksenkenden Arzneien. Das ist gut für den Blutdruck und gut für den gesamten Körper.

Gut für den Blutdruck

Wie hilfreich eine Kombinationstherapie für den Blutdruck ist, haben mittlerweile viele wissenschaftlichen Studien belegt. Zusammengefasst kann gesagt werden: Ein einzelner Wirkstoff senkt den Blutdruck bei etwa 20 bis 40 Prozent der Betroffenen. Kombiniert mit einem zweiten Medikament, sinken die Werte bei 75 Prozent der Patienten. Kommt noch ein drittes Medikament hinzu, erreichen bis zu 90 Prozent der Patienten gesunde Blutdruckwerte.

Gut für den Körper

Ein Nebeneffekt der Kombination ist, dass eine geringere Dosis eines einzelnen Wirkstoffs ausreicht, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Dosierung sinkt also. Je niedriger aber die Dosierung, desto geringer fallen auch unerwünschte Nebenwirkungen aus.

Bewährte Kombinationen

Mittlerweile verschreiben Ärzte häufig schon bei der Erstdiagnose eines Bluthochdrucks eine Kombinationstherapie. Die meisten Patienten benötigen für die optimale Einstellung des Blutdrucks sowieso gleich zu Beginn zwei Wirkstoffe. Insbesondere bei Bluthochdruckpatienten mit besonders hohen Werte reicht eine Zweierkombinationen nicht immer aus, sondern es kommen drei oder mehr Blutdrucksenker zum Einsatz.

Alles in einer Tablette

Nicht jeder schluckt gerne Tabletten. Und so mancher hat Probleme mit dem Schlucken. Für solche Menschen gibt es einige Präparate, in denen mehrere Wirkstoffe in fester Kombination in einer Tablette vereint sind. Darüberhinaus beträgt die Wirkungsdauer dieser Tabletten meist 24 Stunden. So vermindert sich die Zahl der einzunehmenden Tabletten, was die Zuverlässigkeit der Medikamenteneinnahme (Therapietreue) fördert. Die Behandlung von Bluthochdruck mit Medikamenten ist nämlich in der Regel eine Dauertherapie.

Welche Medikamente am besten zueinander passen, das weiß Ihr Arzt. Er orientiert sich dabei an sogenannten Leitlinien. Das ist eine Art Anleitung für Mediziner, die Aufgrund von Ergebnissen wissenschaftlicher Studien erstellt wurde.

In der nächsten Lektion geht es um eine Nebenwirkung, unter der viele Patienten zu Beginn der Therapie mit Medikamenten leiden: Sie fühlen sich matt und abgeschlagen. Ein gutes Zeichen! Warum? Rechts unten klicken und Sie erfahren es.

64

Ihr Fortschritt im Kurs Bluthochdruck

aktualisiert am 28.07.2014, erstellt am 25.10.2013
Bildnachweis: iStock/JL Gutierrez, W&B / Röper

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen