Bessere Blutzuckerwerte dank Sport und Bewegung

Frauen beim joggen

"Sport ist Mord", der Spruch geht Ihnen leicht über die Lippen? Suchen Sie sich einen neuen Spruch, dieser gilt ab sofort nicht mehr.

Wir helfen Ihnen. Wählen Sie mal aus:

Sport bedeutet, den Schweinehund an die Leine zu nehmen und spazieren zu führen.

Zugegeben, sich als Bewegungsmuffel zu mehr Bewegung zu überwinden ist nicht einfach. Aber Sie sollten sich einen Ruck geben.

Sport ist wie Schokolade: Hat man einmal angefangen, kann man damit nicht mehr aufhören.

Das ist schon mal eine sehr gute Einstellung.

Sport ist wie Medizin: Schmeckt nicht immer, hilft aber bei Krankheiten doch.

Ein Sport-Ass werden Sie vielleicht nicht mehr in diesem Leben. Aber Ihre Einsicht ist trotzdem Gold wert.

Wer Sport macht, hat ein Ziel vor den Augen, und wenn es die eigene Fitness ist.

Seien Sie ruhig egoistisch. Denken Sie an sich. Denken Sie an Sport.

Denn sportliche Aktivität wirkt Wunder bei Diabetes. Sich bewegen, ein bisschen schwitzen, die Muskeln aktivieren bringt nicht nur Schwung in Ihr Leben und führt zu guter Laune. Nein, es mindert das Risiko für Folgeerkrankungen von Diabetes, schiebt die Behandlung mit Medikamenten hinaus und verbessert Ihre Prognose ungemein.

Schauen Sie mal, was Bewegung in Ihrem Körper alles bewirkt:

Sie senkt kurzfristig die Blutzuckerwerte, da die arbeitenden Muskelzellen viel Zucker verbrauchen.

wirkt langfristig der für Typ-2-Diabetes typischen Insulinresistenz entgegen. Regelmäßige Anstrengung macht die Muskelzellen empfindlicher für den Botenstoff Insulin, sodass dieser seine Funktion als Türöffner für die Zuckerteilchen in die Muskelzellen wieder besser erfüllt. Allerdings schwindet dieser Effekt sehr schnell wieder, sobald nicht mehr regelmäßig Sport getrieben wird. Deshalb ist es so wichtig, einen Bewegungsplan aufzustellen und einzuhalten.

fördert Gewichtsverlust, da bei Anstrengung neben Glukose auch mehr Fett in den Muskelzellen verbrannt wird. Übergewicht wiederum ist eine der Hauptgründe für die Entstehung einer Insulinresistenz.

sorgt für niedrigeren Blutdruck und wirkt damit einer häufigen Begleiterkrankung des Typ-2-Diabetes, dem Bluthochdruck, entgegen.

Text Regelmäßig Bewegung stärkt die Körperabwehr sowie den gesamten Bewegungsapparat und tut der Psyche gut
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Häufig treten Übergewicht, eine Insulinresistenz, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck gemeinsam auf. Man spricht dann vom "metabolischen Syndrom", mit dem viele Typ-2-Diabetiker zu kämpfen haben. Gegen das gesamte Quartett dieser Störungen hilft regelmäßige sportliche Betätigung. Darüber hinaus schützt ein gutes Maß an Bewegung vor Ablagerungen in den Blutgefäßen und trägt so dazu bei, den häufigen, auf Gefäßablagerungen beruhenden Folgeerkrankungen des Typ-2-Diabetes vorzubeugen, wie beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall.

Darüber hinaus hat regelmäßige Bewegung weitere positive Effekte: Sie hält Körper und Geist fit, stärkt die körpereigene Abwehr, sodass bei regelmäßig Trainierten Infekte wie Erkältungskrankheiten seltener auftreten, stärkt den gesamten Bewegungsapparat und tut der Psyche gut.

Sport ist also kein Mord, sondern für Sie als Diabetiker pure Medizin. Hier in der Gesundheitsakademie werden Sie erfahren, wie Sie das Thema am besten angehen, welche Sportarten sich für Diabetes-Patienten am besten eignen (und welche nicht), warum eine Sportuntersuchung beim Arzt wichtig ist, wie Sie sich motivieren und vieles mehr.

Bevor wir detaillierter in die Themen Ernährung und Bewegung einsteigen, stehen noch drei Grundwissen-Lektionen an. Zum einem machen wir Sie mit den Begriffen "Blutzucker" und "Insulin" vertraut - ganz einfach, weil diese so eine wichtige Rolle bei Diabetes spielen. Anschließend erklärt Ihnen die Diabetesberaterin Elisabeth Schnellbächer, was neben dem Blutzuckerwert sonst noch alles bei Ihnen am und im Körper gemessen und kontrolliert wird - und warum.

Jetzt aber erstmal der Blutzucker ...

5.6

Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 19.09.2014, erstellt am 21.10.2013
Bildnachweis: Glow Images/Randall Levensaler/Aurora Open, W&B / Röper

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