Blutfettwerte: Ein guter Cholesterinspiegel schützt Ihre Gefäße

Frühstücksei

Der Blutzucker ist Ihr wichtigster Messwert. Es gibt aber noch einen Wert, den Sie ganz besonders im Auge behalten sollten: die Blutfettwerte. Über die Bedeutung von Fetten in der Nahrung sowie guten und schlechten Fetten haben Sie ja schon im Themenblock Ernährung einiges erfahren. Zu viel Fette im Blut sind eine Gefahr für die Gefäße, deswegen ist die Messung der Blutfettwerte so wichtig. 

Blutfettwerte müssen nicht so oft ermittelt werden wie der Blutzucker, nur ein- bis zweimal im Jahr. Sie können das auch nicht selbst erledigen, das übernimmt ein Labor. Dennoch: Für Ihre Gesundheit sind gesunde Blutfettwerte sehr wichtig. Schlechte Blutfettwerte - im Volksmund als "zu hohes Cholesterin" bezeichnet, weil es bei den Blutfettwerten hauptsächlich um den Cholesterinwert geht - lassen Ihre Gefäße verkalken (Arteriosklerose). Für Diabetiker, deren Gefäße bereits durch die Blutzuckerschwankungen leiden, sind erhöhte Blutfettwerte deswegen eine noch größere Gefahr als für Nicht-Diabetiker. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zuckerkrankheit selbst einen negativen Einfluss auf die Cholesterinwerte hat.

Text Gute Cholesterinwerte schützen das gesamte Herz-Kreislauf-System
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Cholesterin hat einen schlechten Ruf, ist aber lebensnotwendig für den Körper. Überall, ständig. Der Körper stellt die fettähnliche Substanz sogar selbst in der Leber her - denn Cholesterin ist unentbehrlich für wichtige Körperfunktionen, unter anderem als Bestandteil der Körperzellen und Baustein von einigen Hormonen. Liegen die Cholesterinwerte im richtigen Verhältnis zueinander, schützt das sogar Ihr Herz-Kreislauf-System.

Für die Bestimmung der Blutfettwerte wird Ihnen nüchtern Blut abgenommen und im Labor analysiert. Auf dem Laborbericht finden Sie dann mehrere Angaben zu Ihren Blutfettwerten. Besonders wichtig für Sie sind folgende Werte: das Gesamtcholesterin, das LDL-Cholesterin und das HDL-Cholesterin sowie die Triglyceride.

Im Folgenden erklären wir diese Werte etwas ausführlicher:

  • Gesamtcholesterin


    Das Gesamtcholesterin ist die Konzentration aller Cholesterinarten in Ihrem Blut. Zu diesen Cholesterintypen gehören unter anderen HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin sowie die Triglyceride. Der Gesamtcholesterinwert sollte bei Typ-2-Diabetikern unter 150 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl) liegen.

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  • LDL-Cholesterin

    Die Abkürzung steht für "Low-Density-Lipoproteins" und bedeutet "Lipoproteine geringer Dichte" - im Volksmund ist es als "schlechtes Cholesterin" bekannt. LDL-Cholesterin transportiert lebenswichtiges Fett in die verschiedenen Organe. Befindet sich jedoch zu viel davon im Blut, setzt es sich an den Wänden der Gefäße ab. Diese Ablagerungen verstopfen auf Dauer die Gefäße. Als Diabetiker sollte Ihr LDL-Cholesterinwert deshalb maximal 100 mg/dl betragen. Zu viel Fett - vor allem zu viel tierisches Fett - auf Ihrem Speiseplan treibt das LDL-Cholesterin nach oben.

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  • HDL-Cholesterin


    Diese Abkürzung steht für "High-Density-Lipoproteins" und bedeutet übersetzt "Lipoproteine hoher Dichte" - hier spricht der Volksmund von "gutem Cholesterin". Denn HDL ist der Gegenspieler zu LDL: Es sammelt überflüssiges Cholesterin wieder ein und bringt es zurück zur Leber, wo es entsorgt wird. Deshalb bietet ein hoher HDL-Cholesterinwert einen gewissen Schutz vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Männer sollten mehr als 40 mg/dl HDL im Blut haben und Frauen über 50 mg/dl. Indem Sie sich bewegen und viele ungesättigte Fettsäuren - etwa in Fisch und Pflanzenölen - aufnehmen, können Sie Ihren HDL-Wert anheben.

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  • Triglyceride


    Als Triglyceride werden die eigentlichen Blutfette bezeichnet. Kohlenhydrate und Fette, die Sie nicht verbrauchen, werden in Triglyceride umgewandelt und als Fettdepots gelagert. So sind Triglyceride auf der einen Seite unerlässlich für unser Überleben, denn sie polstern Organe und isolieren den Körper vor Kälte. Doch zu hohe Triglyceridwerte weisen darauf hin, dass Ihre Ernährung zu kalorienreich ist. Außerdem erhöhen sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um dem Vorzubeugen, sollten Ihre Triglyceridwerte unter 150 mg/dl Blut liegen. Verzichten Sie vor allem auf Alkohol und stark zuckerhaltigen Softdrinks, da diese die Triglyceridwerte in die Höhe treiben.

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Auch das müssen Sie sich nicht alles im Detail merken. Ihre Blutfettwerte wird Ihr Arzt mit Ihnen bei Bedarf besprechen. Aber jetzt wissen Sie, was die Werte auf dem Laborbericht bedeuten.

Kommen wir nun zum dritten Messwert in diesem Themenblock. Der wird Sie vielleicht etwas verwundern. Es geht um den Blutdruck. Was der mit Diabetes zu tun hat? Das erfahren Sie in der nun folgenden Lektion

56.8

Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 19.07.2013, erstellt am 24.10.2013
Bildnachweis: W&B / Röper, Thinkstock/BananaStock

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