Diabetes und Psyche: Keine Zeit für schlechte Stimmung

Mann schaut aus dem Fenster

Wie ist es Ihnen ergangen, als Sie die Diagnose "Diabetes" erhalten haben?

• Sie waren erstmal geschockt?

• Ihnen gingen alle möglichen Gedanken durch den Kopf: Bin ich jetzt richtig krank? Vielleicht sogar in Lebensgefahr? Werde ich es schaffen alles so zu machen, wie Ärzte und Diabetesberater es mir sagen? Welche Folgeerkrankungen kommen möglicherweise auf mich zu?

• Sie hatten das Gefühl überfordert zu sein (oder haben es immer noch)?

• Ein Mischung aus Trauer, Angst und Mutlosigkeit machte sich innerlich breit?

Nicht wundern, das geht vielen Betroffenen so. Trauer, Angst und Mutlosigkeit - solche Gefühle dienen der Verarbeitung. Auch Ihre Blutzuckerschwankungen selbst können Ihre Stimmung negativ beeinflussen. Es ist also ganz normal, sich in der ersten Zeit nach der Diagnose überfordert und traurig zu fühlen.

Das Stimmungstief geht normalerweise vorbei, sobald man sich mit der neuen, belastenden Situation auseinandersetzt, Lösungen erarbeitet und die Behandlung des Diabetes beginnt. Aber nicht immer ist das so. Manchmal wird daraus ein Dauerzustand.

Und das ist nicht gut. Denn Stress, schlechte Laune, Mutlosigkeit beeinträchtigen die Wirkung von Insulin - das bei Ihnen ja sowieso schon knapp ist und/oder schlecht wirkt. Deshalb sollten Sie auf Ihre Stimmung achten und rechtzeitig Hilfe suchen, wenn Sie merken, dass Niedergeschlagenheit, Ängste und Sorgen einfach nicht mehr verschwinden.

Und Sie haben ja in der voherigen Lektion erfahren, dass Diabetiker ein doppelt so hohes Risiko wie Stoffwechselgesunde tragen, an einer Depression zu erkranken. Wird eine Depression früh erkannt, bestehen sehr gute Heilungschancen. So seltsam es sich anhört: Meist ist mit der Diagnose Depression der erste Schritt in ein glücklicheres Leben getan.

Überlassen Sie dem Diabetes nicht die Kontrolle in Ihrem Leben - sondern kontrollieren vielmehr Sie Ihren Diabetes!

Nehmen Sie Hilfe in Anspruch. Ärzte, Psychologen und Diabetesberaterinnen stehen Ihnen zur Seite. Vertrauen Sie sich diesen Experten an.

Wichtig ist natürlich, ein Stimmungstief rechtzeitig zu erkennen. Wie sich eine leidende Psyche bemerkbar macht, erfahren Sie in der nächsten Lektion.

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Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2
Text Bei manchen Diabetikern wird aus dem Stimmungstief ein Dauerzustand
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aktualisiert am 23.09.2014, erstellt am 24.10.2013
Bildnachweis: Strandperle/Peter Glass/AGE, W&B / Röper

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