Diabetiker sollten vor Trainingsbeginn zum Arzt

Untersuchung

Eigentlich gilt das für jedermann, aber für Diabetiker ganz besonders: Wer nach längerer Zeit mit wenig körperlicher Bewegung wieder sportlich aktiv werden möchte, sollte vorher seinen Gesundheitszustand ärztlich überprüfen lassen.

Warum? Nun, die Aufnahme eines regelmäßigen Trainings hat direkte Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf. Zudem kämpft der ein oder andere Diabetiker schon mit einer Folgeerkrankung. Eine solche Krankheit kann die Leistungsfähigkeit einschränken. Betroffene sollten deswegen auf keinen Fall mit körperlicher Ertüchtigung beginnen, ohne vorher einen Mediziner konsultiert zu haben. Selbstüberschätzung und darauffolgend Überanstrengung des Körpers können für Diabetiker sehr gefährlich werden.

Wichtig bei solch einer Untersuchung ist ein Eingangsgespräch mit dem Arzt. Dabei macht sich der Arzt ein Bild über eventuell vorhandene Krankheiten und Risikofaktoren sowie die sportlichen Ziele seines Gegenübers.

Text Bestimmte Sportarten können das Risiko diabetischer Folgeerkrankungen erhöhen
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Anschließend wird der Arzt die Verfassung der Organe, Gelenke und Muskeln sowie des Herz-Kreislauf-Systems überprüfen. Für Diabetiker ist zudem - falls noch nicht im Rahmen der üblichen Untersuchungen beim Arzt erfolgt - die Untersuchung des Augenhintergrunds, der Füße und der Nerven wichtig. Denn bestimmte Sportarten können das Risiko einer Retinopathie, Neuropathie oder eines diabetischen Fußsyndroms erhöhen. Was es mit diesen für Diabetiker typischen Folgekrankheiten auf sich hat, werden Sie noch später erfahren.

Die Untersuchungsergebnisse wird der Arzt in einem Testbericht festhalten und entsprechende Empfehlungen für geeignete Sportarten aussprechen. Auch über Dauer, Häufigkeit und Intensität des individuellen Trainings sollte sich der Arzt äußern.

Eine sportmedizinische Untersuchung tut zwar nicht weh, aber ein bisschen Anstrengung gehört dazu. Man lässt sie am besten entweder von einem auf Sportmedizin spezialisierten niedergelassenen Arzt oder in einem sportmedizinischen Zentrum vornehmen. Über die Kosten - die je nach Umfang stark variieren können - sollte man sich vorab informieren. Sie müssen in der Regel selbst getragen werden, da die Krankenkassen nicht für eine rein präventive sportmedizinische Untersuchung aufkommen. Haben Sie jedoch Beschwerden, beispielsweise Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder Atmungsprobleme, muss die Krankenkasse zumindest bestimmte  Untersuchungen übernehmen, etwa ein Belastungstest.

Der Arzt hat grünes Licht gegeben? Jetzt sind Sie dran! Noch nicht motiviert? Das ist nicht ungewöhnlich. In der folgenden Lektion erfahren Sie mehr zum Thema Sport und Motivation.

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Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 19.09.2014, erstellt am 24.10.2013
Bildnachweis: Imago stock & people GmbH/Jochen Tack, W&B / Röper

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