Impotenz macht Männern mit Diabetes besonders zu schaffen

Mann im Bett

Diabetes gilt als eine der häufigsten Ursachen für Impotenz - dem umgangssprachlichen Begriff für ein breites Spektrum männlicher Probleme beim Sex.

Was darunter genau zu verstehen ist, wissen viele aber nicht. Kleine Testfrage: Ab wann ist eine Impotenz tatsächlich eine Impotenz?

Ein gelegentlich nicht ganz so steifes Glied.

Nein, das ist weit entfernt von einer Impotenz.

Wenn Erektionen nur mit manueller Stimulierung zustande kommt.

Nein, das ist noch keine Impotenz.

Wenn das Glied bei einem Mann ein halbes Jahr lang gar nicht mehr oder nicht ausreichend steif wird oder bleibt.

Richtig, dann sprechen Ärzte von einer "erektilen Dysfunktion".

Der Zusammenhang von Diabetes und erektiler Dysfunktion ist so eng, dass Urologen bei der Abklärung von Potenzproblemen oft routinemäßig einen Zuckertest machen - und nicht selten damit ein Diabetes erst so entdeckt wird. Besonders Blutzuckerschwankungen beeinflussen die Standfestigkeit des Glieds. Den Blutzucker gut im Griff zu haben hilft Ihnen also auch bei der schönsten Nebensache der Welt. Zudem nehmen das Alter, hohe Blutdruck- und hohe Cholesterinwerte (unter denen Diabetiker ja oft leiden) sowie Nikotinkonsum Einfluss auf die Erektion. Nicht zuletzt spielt der Hormonspiegel eine entscheidende Rolle für eine erfüllte Sexualität. Produziert ein Mann zuwenig des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, lässt sein Verlangen, seine Potenz und seine Fruchtbarkeit nach. Der Testosteronspiegel sinkt nach dem 50. bis 60. Lebensjahr bei jedem Mann. Kommen Übergewicht und Diabetes hinzu, sinkt der Testosteronspiegel mitunter schneller.

Auch blutzuckersenkende Medikamente sowie Mittel gegen Bluthochdruck und hohes Cholesterin als auch bestimmte Psychopharmaka können das sexuelle Verlangen, das Empfinden und die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Falls Sie den Verdacht haben, dass medikamentösen Nebenwirkungen Ihr Sexualleben beeinträchtigen, sprechen Sie darüber mit dem Arzt - oft wird er Alternativen für Sie parat haben.

Die Palette der Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen ist groß: Vielfach reicht schon eine Verbesserung der Blutzuckereinstellung. Zudem gibt es Medikamente und Hormontherapien, Vakuumpumpen, Injektionen gefäßerweiternder Substanzen und operative Methoden, die Männern wieder zu mehr Standfestigkeit verhelfen. Gegebenenfalls ist auch psychotherapeutische Hilfe sinnvoll. Was für Sie am besten geeignet ist, wird der Arzt in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen klären.

Und zu guter Letzt: Hören Sie mit dem Rauchen auf!

Soviel zu den Männern. Welche Probleme bei Frauen auftreten können, lesen Sie in der nächsten Lektion.

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Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2
Text Es gibt eine Reihe von Therapieoptionen bei Erektionsstörungen
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aktualisiert am 14.04.2015, erstellt am 24.10.2013
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