Sport und Diabetes-Medikamente: Das müssen Sie beachten

Blutzuckermessung

Einfach drauflos gehen, laufen, schwimmen, Fahrrad fahren - das geht nicht für Diabetiker, die Insulin oder blutzuckersenkende Medikamente nehmen. Es könnte zu einer Unterzuckerung kommen. Denn beim Sport verbraucht der Körper ja so einiges an Energie. Dementsprechend muss genügend Energie - in Form von Glukose - im Blut aufgelöst sein.

Ein gesunder Stoffwechsel regelt das von selbst. Bei Ihnen als Diabetiker funktioniert das leider nicht einwandfrei. Sie müssen also vorsorgen, und das beginnt zunächst mit einer Blutzuckermessung. Dies gilt insbesondere, wenn Sie mit einem neuen, ungewohntem Training starten.

Wie der Blutzuckerspiegel auf Bewegung reagiert, ist sehr unterschiedlich und von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu gehört bei Insulin-Diabetikern natürlich Menge, Typ und Zeitpunkt der letzten Insulininjektion. Aber auch wie lange die letzte Mahlzeit zurückliegt und wieviel und welche Art von zuckerhaltiger Nahrung dabei aufgenommen wurde.

Weitere Faktoren, die den Blutzucker während der sportlichen Betätigung beeinflussen können, sind:

  • Tageszeit, zu der Sie trainieren
  • Art, Intensität und Dauer der körperlichen Belastung
  • Ihre persönliche Kondition, Ihr Trainingszustand
  • vorherige Einnahme von Medikamenten
  • Ob Sie vorab Alkohol getrunken haben (besser nicht)


Wissen müssen Sie zudem, dass auch nach Trainingsende der Blutzuckerspiegel weiter abfallen kann, da sich durch die körperliche Belastung die Energiedepots in Ihren Muskelzellen und der Leber geleert haben und nun wieder aufgefüllt werden.

Text Die Intensität des Sports sollte sich gut steuern lassen
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
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Gerade Insulin-Diabetiker, aber auch medikamentös behandelte Patienten sollten bei der Auswahl der Sportart darauf achten, dass sich die Intensität der Aktivität gut steuern lässt und damit die Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel absehbar ist. Am einfachsten machen Sie es sich, indem Sie einer Diabetes-Sportgruppe beitreten. Dort können Sie kaum etwas falsch machen. Und Kontakt zu Gleichgesinnten finden Sie in solch einer Gruppe auch sofort.

Wenn Sie auf eigene Faust loslegen wollen: Ideal sind Ausdauersportarten wie Joggen, Nordic Walking, Radfahren, Skilanglauf, Schwimmen, Rudern oder Tanzen.

Möglich - aber weniger geeignet - sind Tennis, Reiten, Ball- und Mannschaftsspiele, Bergwandern, Kraft- und Kampfsportarten und diverse Leichtathletik-Disziplinen, weil dabei die Intensität der Aktivität weniger gut steuer- und kalkulierbar ist.

Besondere Vorsicht ist geboten bei Sportarten, bei denen das plötzliche Auftreten einer Unterzuckerung mit einer hohen Unfallgefahr verbunden ist. Das trifft unter anderem zu auf Klettern, Fallschirmspringen, Drachen- und Gleitschirmfliegen, Segelfliegen, Motorsportarten, Rodeln, Bobfahren, Wildwasserkajak oder auch Tauchen.

Besprechen Sie also Ihr Vorhaben, eine Sportart aktiv zu betreiben, unbedingt vorab mit Ihrem Arzt. Möglicherweise wird er Ihnen eine Therapieanpassung empfehlen.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben den Themenblock Bewegung & Sport durchgearbeitet. Sie wissen jetzt, wie gut körperliche Aktivität für Sie ist. Dass eine Arztuntersuchung sinnvoll ist, bevor man so richtig loslegt. Dass Motivation wichtig ist, Übermotivation aber eher schadet. Und das Sie Ihre Medikation im Blick halten sollten.

Wie immer am Ende eines Themenblocks: Haben Sie sich auch alles gemerkt? Ein kleiner Test wird es zeigen. Kurzer Klick rechts unten, die paar Fragen sind schnell beantwortet. Dann geht es ab zum nächsten Themenblock: Blutzucker.

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Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 19.09.2014, erstellt am 24.10.2013
Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber, W&B / Röper

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