Über gute Fette und schlechte Fette

Makrelen

Tagesbedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen bei normaler körperlicher Belastung einen Fettanteil von 30 Prozent am Tagesenergiebedarf. Das sind maximal 60 Gramm pro Tag. Wer abnehmen möchte, sollte versuchen mit weniger auszukommen, zum Beispiel 40 Gramm Fett pro Tag.

Gute Fette

Besonders wertvoll sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Die wichtigste einfach ungesättigte Fettsäure für den Körper ist Omega-9. Diese drei ungesättigten Fettsäuren senken das schlechte LDL-Cholesterin und schützen so Herz und Gefäße. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel und bremsen Entzündungsprozesse im Körper. Darüber hinaus verwertet der Körper diese Fette als Bestandteil der Zellmembran oder verwandelt sie in Hormone, die den Blutdruck und die Körperabwehr regulieren.

Viele Omega-Fettsäuren stecken in qualitativ hochwertigen, kaltgepressten Pflanzenölen - besonders aus Oliven, Raps, Hanf- und Leinsamen, Soja, Sonnenblumenkernen und Walnüssen. Auch Avocados und fettreiche Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele und Hering enthalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Nur für den fettigen Aal trifft das nicht zu; er ist reich an den ungünstigen mehrfach gesättigten Fetten. Bei allem Guten, was die Omega-Fettsäuren uns bringen, vergessen Sie aber nicht, dass auch diese eine Menge Kalorien haben. Wie so oft im Leben gilt auch hier: alles in Maßen.

Text Sie sollten darauf achten, nur wenige einfach oder mehrfach gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen
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Schlechte Fette

Gesättigte Fettsäuren sind nicht gut für den Körper, denn sie erhöhen das schädliche LDL-Cholesterin, das den Blutgefäßen zusetzen kann. Bei Diabetikern ist das LDL häufiger erhöht als bei Menschen, die nicht zuckerkrank sind. Deshalb sollten Sie darauf achten, nur wenige einfach oder mehrfach gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen.

Gesättigte Fettsäuren stecken vor allem in fettreichen tierischen Produkten. Vollmilch, Käse mit über 45 Prozent Fett, Butter und Schmalz sollten Sie deshalb nur in kleinen Mengen genießen. Fleisch und Wurst enthalten ebenfalls viele gesättigte Fette. Wählen Sie magere Sorten, wenn Sie darauf nicht verzichten wollen. Reichlich gesättigte Fettsäuren finden sich auch in Palm- und Kokosfett.

Versteckte Fette

Wenn Sie nicht selber kochen, wissen Sie häufig gar nicht genau, was da auf Ihrem Teller kommt. Die Gefahr lauert vor allem in den sogenannten versteckten Fetten - zum Beispiel in Kuchen, Keksen, Schokolade, Pommes Frites und Fertiggerichten. Oft enthalten solche Lebensmittel auch Transfette. Das sind Nebenprodukte, die bei starker Erhitzung im Fett-Härtungsprozess entstehen. Bei mehreren hundert Grad bilden sich künstliche Fettmoleküle, die die LDL-Cholesterin- und Triglycerid-Werte ansteigen lassen. Mit naturbelassenen, frisch zubereiteten Lebensmitteln auf Ihrem Teller können Sie viele Transfette umgehen.

Jetzt wissen Sie schon so einiges über Nahrungsmitteln, woraus Essen besteht, was gut ist für Diabetiker. Aber nicht immer ist es einfach, aus den Verpackungen von Lebensmitteln zu verstehen, was da tatsächlich drinsteckt. In der nächsten Lektion erfahren Sie mehr darüber.

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Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 19.09.2014, erstellt am 24.10.2013
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