Viel Bewegung bei Diabetes ja, Sport nicht unbedingt

Nordic-Walking

Um es gleich zu Beginn klarzustellen: Bewegung heißt nicht, schweißtreibend Sport zu treiben. Können Sie zwar gerne machen (vorausgesetzt, Ihr Arzt gibt grünes Licht dafür), müssen es aber nicht.

Es ist allerdings fraglich, ob Ihnen das auf Anhieb gelingt. Denn wer die meiste Zeit seines Lebens eher ein Bewegungsmuffel war, wird Schwierigkeiten haben, von jetzt auf gleich intensiv Sport zu treiben.

Text Versuchen Sie, Bewegung in Ihren Alltag einzubauen
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
Fehlerindex (empfohlen: 0.02) 0.02
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Time Delay 1000
Variante (delay/ishow) delay

Sinnvoller ist es, langsam anzufangen. Bei vielen klappt es, indem sie Bewegung in ihren Alltag einbauen. Im Idealfall wird man so aktiv, ohne es richtig zu merken.

Wie das geht? Achten Sie zum Beispiel darauf, im Kaufhaus konsequent die Treppen zu nehmen anstatt den Aufzug. Schließen die Fernbedienung Ihres Fernsehers weg und stehen lieber auf, um das Gerät zu bedienen. Zur Bäckerei gehen Sie ab sofort nur noch zu Fuß. Investieren Sie in der Mittagspause ein paar Minuten für einen Spaziergang.

Wenn Sie das alles beherzigen, kommt einiges zusammen. Wichtig ist, sich ein Ziel zu setzen. Experten raten zu 70.000 Schritten pro Woche, also 10.000 Schritte am Tag.

Kurze, leichte Rechenaufgabe: 10.000 Schritte am Tag, ist das viel oder wenig? Rechnen Sie es mal in Kilometern um. Ein Schritt soll 50 Zentimeter lang sein. Wieviel Kilometer sind dann 10.000 Schritte?

2,1 Kilometer

Falsch!

4,2 Kilometer

Falsch!

5 Kilometer

Richtig!

Das ist eine ganze Menge. Deswegen fangen Sie vielleicht besser mit einer kleineren Schrittzahl an, um nicht die Motivation zu verlieren.

Aufschluss darüber, wie viele Schritte man schon zurückgelegt hat und Ansporn, noch mehr zu gehen, ist ein Schrittzähler. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Führen eines Schrittzähler die tägliche Bewegung tatsächlich steigern kann.

Gerade für Sportmuffel ist der Weg, zunächst einmal die Bewegung im Alltag zu steigern, ein guter Anfang. Die Hemmschwelle ist niedrig, denn Gehen kann jeder, wir Menschen tun das jeden Tag (die meisten zumindest). Und wer einmal das 10.000-Schritte-Ziel erreicht und in seinen Alltag integriert hat, dem fällt es leichter, auf richtigen Sport umzusteigen.

Bevor Sie diesen Schritt angehen, sollten Sie noch die folgenden Lektionen durcharbeiten. Denn in Sachen Sport gilt es für Diabetiker einiges zu beachten. Zum Beispiel die Auswahl einer geeigneten Sportart. Mehr dazu in der nächsten Lektion.

30.2

Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 23.09.2014, erstellt am 24.10.2013
Bildnachweis: Glow Images/Image Broker/Uwe Umstaetter, W&B / Röper

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