Was den Blutzucker in den Keller treibt

Alkohol ablehnen

Leichte Unterzuckerungen, also zu niedrige Blutzuckerwerte, treten relativ häufig auf. Dazu kann es schnell kommen, wenn Sie eine Mahlzeit ausgelassen haben oder deren Kohlenhydratgehalt zu gering war. Aber auch viel Bewegung, ohne die Tabletten- oder Insulindosis zu senken, kann die Blutzuckerwerte merklich abfallen lassen. Ernst wird es, wenn der Blutzuckerspiegel bei einer falschen Dosierung von blutzuckersenkenden Medikamenten abrutscht beziehungsweise wenn Sie aus Versehen zu viel Insulin gespritzt haben - zum Beispiel weil bei der Blutzuckermessung etwas falsch gelaufen ist. Besonders hoch ist das Überdosierungsrisiko bei Medikamenten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe (dazu zählen etwa die Wirkstoffe Glibenclamid und Glimepirid).

Ebenfalls kritisch kann es werden, wenn Sie Alkohol trinken. Erstens enthält Hochprozentiges immer Zucker und Kohlenhydrate - denken Sie nur an sättigendes Bier oder süßen Likör. Klar, dass der Blutzucker davon zunächst in die Höhe schnellt. Wird der erhöhte Wert dann aber mit Insulin "runtergespritzt", kann es zu einer besonders schweren Unterzuckerung kommen. Zweitens nimmt Alkohol die Leber stark in Anspruch, die mit dessen Abbau beschäftigt ist. Die Leber produziert dann unter Umständen nicht mehr genügend Zucker. Vor allem wenn Sie sich abends ein Gläschen genehmigen, kann es zu Unterzucker in der Nacht kommen.

Deswegen zwei Tipps, die Sie beherzigen sollten: immer Traubenzucker auf dem Nachttisch bereithalten. Und übertreiben Sie es nicht mit dem Alkohol. Seien Sie sich der Gefahr einer Unterzuckerung bewusst.

Abgesehen von diesen Alltagssituationen gibt es noch weitere Ursachen für Unterzuckerungen:

• Denken Sie daran, Ihren Insulinbedarf beziehungsweise die Tablettendosis mit Ihrem Arzt zu besprechen, falls Sie ein paar Kilos abgenommen haben. Denn schwindende Pfunde senken auch der Bedarf an Medikamenten - einer der vielen guten Gründe, abzunehmen. Ohne eine Anpassung der Medikamenten-Dosierung drohen häufige Unterzuckerungen.

• Aufpassen müssen alle Diabetiker bei Magen-Darm-Infekten. Erbrechen und Durchfall können dazu führen, dass aufgenommene Kohlenhydrate erst gar nicht bis ins Blut gelangen. Dann droht natürlich schnell eine Unterzuckerung.

• Falls Sie an einer Schilddrüsen-Unterfunktion leiden, sollten Sie besonders wachsam sein. Diese Erkrankung verbessert die Insulinempfindlichkeit. Der Zucker wird schneller aus dem Blut in die Zellen geschleust, was zu Unterzuckerungen führen kann.

So viel zu den Ursachen. Wichtig ist natürlich für Sie als Diabetiker, einen Unterzucker rechtzeitig zu erkennen. Über die Symptome lesen Sie in der folgenden Lektion.

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aktualisiert am 23.09.2014, erstellt am 24.10.2013
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