Welche Süßstoffe wofür und wieviel?

Welche Süßstoffe wofür und wieviel?

Welche Süßstoffe eignen sich wofür?

Generell eignet sich die Tablettenform besonders gut für heiße Speisen und Getränke. Für kalte Desserts, Milchspeisen und Dressings ist Flüssigsüße besonders praktisch. Aber Achtung: Nicht jeder Süßstoff ist für alle Zubereitungsarten geeignet. Manche verlieren beim Kochen oder Backen ihre Süßkraft oder werden sogar bitter.

Hitzestabil

... sind Stevia, Cyclamat und Saccharin. Den entsprechenden Hinweis finden Sie auf der Packung. Aspartam hingegen ist nicht hitzebeständig und somit nicht zum Backen und Kochen geeignet. Dennoch ist es weltweit der am meisten eingesetzte Süßstoff. Viele Light-Produkte - insbesondere Getränke, Kaugummis und Bonbons - sind mit Aspartam gesüßt.

Beim Kochen und Backen

... spielt aber nicht nur die Hitzebeständigkeit der Süßstoffe eine Rolle, sondern auch die Masse und damit die Bindewirkung auf die Speise. Das kann besonders bei Rühr- oder Bisquitteig problematisch werden. Damit der Kuchen gelingt, ersetzen Sie die Zuckersüße nicht einfach durch Süßstoff, sondern wählen Sie am besten gleich ein Backrezept mit Süßstoff.

Können Süßstoffe der Gesundheit schaden?

"Süßstoffe sind nicht schädlich", beruhigt Apothekerin und Ernährungsberaterin Margit Schlenk. Zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen: Wenn sie in haushaltsüblichen Mengen aufgenommen werden, sind Süßstoffe für die Gesundheit unbedenklich. Deshalb sehen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) keinen Grund, vor Süßstoffen zu warnen. Zur Sicherheit der Verbraucher gibt es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dennoch folgende Empfehlung zur Höchstmenge beim Tagesverzehr bestimmter Süßstoffe:

  • Cyclamat

    30 bis 50 mal süßer als Haushaltszucker. Tageshöchstmenge 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

    1/5

  • Acesulfam

    130 bis 200 mal süßer als Haushaltszucker. Tageshöchstmenge 9 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

    2/5

  • Aspartam

    200 mal süßer als Haushaltszucker. Tageshöchstmenge 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

    3/5

  • Saccharin

    300 bis 500 mal süßer als Haushaltszucker. Tageshöchstmenge 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

    4/5

  • Cyclamat

    30 bis 300 mal süßer als Haushaltszucker. Tageshöchstmenge 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

    5/5

Fördern Süßstoffe Gewichtsprobleme?

Eigentlich nicht. "Es sei denn, Sie machen den Fehler, bei Produkten, die mit Süßstoff gesüßt sind, ungehemmt zuzugreifen", warnt Schlenk. Denn viele Menschen verführt der Hinweis "Mit Süßstoff gesüßt" zu der falschen Annahme, sie unbegrenzt genießen zu können. Doch mit Aspartam, Saccharin, Stevia & Co. gesüßte Produkte enthalten oft viel Fett - und damit viele Kalorien. "Mit Süßstoff gesüßt" bedeutet also keinesfalls "kalorienfrei".

Zuckeraustauschstoffe sind keine Süßstoffe

Nicht zu verwechseln sind Süßstoffe mit Zuckeraustauschstoffen wie Fruchtzucker (Fruktose), Sorbit, Isomalt, Maltit oder Xylit. Zuckeraustauschstoffe stecken zwar in vielen Diätprodukten, aber dennoch haben sie Kalorien - Fruktose sogar gleich viele wie Haushaltszucker. Außerdem beinhalten sie alle Kohlenhydrate und lassen den Blutzucker deshalb steigen - wenn auch nur geringfügig. "Mengen ab 30 Gramm müssen beim Berechnen der Insulindosis berücksichtigt werden", sagt Pharmazeutin Schlenk. Außerdem können Zuckeraustauschstoffe in größeren Mengen zu Blähungen und Durchfall führen. Also verzichten Sie am besten auf jegliche Zuckeraustauschstoffe.

Dicksäfte

Sie werden als Süßungsmittel zunehmend populär. Weil Dicksäfte wie Ahornsirup, Agavendicksaft & Co. ihre Süße vor allem dem darin enthaltenen Fruchtzucker verdanken, haben sie für Diabetiker dieselben Nachteile wie Zuckeraustauschstoffe.

Honig

Ist keine süße Alternative für Diabetiker. Mit Bienengold sparen Sie im Vergleich zu Haushaltszucker keine Kalorien.
 Das einzige, was Honig als Süßungsmittel vom Haushaltszucker unterscheidet, sind seine Mineralstoffe, Spurenelemente, Blütenpollen und Enzyme. "Und natürlich sein besonderer Geschmack", sagt Margit Schlenk. Honigliebhaber berechnen das süße Naturprodukt deshalb wie normalen Zucker.

In der nächsten Lektion geht es um die Fette. Die sind böse, sagen Sie? Weil die dick machen? Dick machen, ja, wenn man zuviel davon ist. Böse? Nein, ganz im Gegenteil.

24.2

Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 18.07.2013, erstellt am 24.10.2013
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