Welches Blutzucker-Messgerät für wen?

Blutzuckermessgeräte

Wer sich ein Blutzuckermessgerät anschaffen will, hat die Qual der Wahl: Es gibt weit über 100 verschiedene Modelle verschiedener Hersteller auf dem Markt. Sie unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Größe und ihres Designs, sondern vieles mehr.

  • So gibt es beispielsweise Geräte mit diversen Warnfunktionen, etwa bei Unterzucker, oder wenn das Verfallsdatum der Teststreifen überschritten ist.
  • Praktisch sind Geräte, die eine zu geringe Blutmenge anzeigen und eine Nachdosierung erlauben.
  • Für insulinpflichtige Diabetiker oder Patienten mit stark wechselnden Blutzuckerwerten, die oft und regelmäßig ihren Blutzucker messen, ist eine akustische Erinnerungsfunktion nützlich. Für diesen Personenkreis macht eventuell auch ein Gerät Sinn, das eine Blutzuckertagebuchfunktion hat und neben Blutzuckerwerten auch weitere Daten abspeichern kann, beispielsweise Angaben zur Ernährung oder zur verwendeten Insulinart.
  • Wer die Möglichkeit nutzen will seine Daten auszuwerten, sollte auf eine PC-Schnittstelle achten.
  • Für Berufstätige, die oft unterwegs den Blutzucker bestimmen müssen, sind Geräte praktisch, die auch eine Stechhilfe und ein Vorratsfach für Teststreifen anbieten.
  • Menschen mit Sehschwäche sollten auf eine große Anzeige mit gutem Kontrast achten, die möglichst auch beleuchtet ist. Speziell für stark sehbehinderte oder blinde Diabetiker gibt es Geräte, die sprachgesteuert zu bedienen sind und das Messergebnis ansagen.
Text Neulinge sollten auf eine einfache, selbsterklärende Handhabung des Messgerätes achten
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
Fehlerindex (empfohlen: 0.02) 0.02
Image URL /cmsmultimedia/137/298/295/100896595985.jpg
Time Delay 1000
Variante (delay/ishow) ishow
  • Wenn es mit der Motorik der Finger nicht mehr so gut klappt, sind große, leicht einlegbare Teststreifen ein wichtiges Kriterium. Noch einfacher geht die Handhabung bei Geräten, in die nicht jeder Teststreifen einzeln eingelegt werden muss, sondern Kassetten mit jeweils 50 oder 100 Teststreifen beinhalten.
  • Insbesondere Neulinge sollten auf eine möglichst einfache, selbsterklärende Handhabung des Messgeräts Wert legen. Dazu gehört, dass die Codierung automatisch erfolgt und bei den dazugehörigen Teststreifen der Blutauftrag einfach ist, indem der Bluttropfen in der richtigen Menge vom Finger gesaugt wird.


Ein Wort zu den Kosten: Gesetzlich versicherte insulinpflichtige Diabetiker haben Anspruch auf ein Messgerät und können sich dieses verordnen lassen. Wer selbst für das Gerät zahlen muss, hat die Wahl zwischen günstigen Modellen, die es schon für unter zehn Euro gibt, und komplexeren Geräten, die deutlich teurer sind. Je höher der Anspruch an Funktionsmöglichkeiten, desto höher ist der Preis.

Für Selbstzahler ist sicher auch der Preis der dazugehörigen Teststreifen ein wichtiges Kaufkriterium. Auch die zahlen die Krankenkassen in vielen Fällen nicht. Mehr dazu erfahren Sie in der nächsten Lektion.

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Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 19.09.2014, erstellt am 24.10.2013
Bildnachweis: W&B/Simon Katzer, W&B / Röper

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