Wie oft müssen Diabetiker Blutzucker messen?

Blutzuckermessgerät

Den Blutzucker messen, das ist so etwas wie ein aktueller Status-Report Ihrer Krankheit. Ein Blick ins Innere, der verrät, wie es gerade um Ihren Diabetes steht. Gut, wenn der Wert möglichst nahe an dem eines gesunden Menschen herankommt. Schlecht, wenn er (deutlich) darüber liegt. Dann gilt es, etwas gegen den hohen Blutzucker zu tun. Denn ein gesunder Blutzuckerwert ist die wichtigste Voraussetzung, um diabetischen Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Damit Sie sich gleich gut einprägen, welche Werte gesund sind und welche nicht, ein kleines Lernspiel zum Thema. Ordnen Sie die Blutzuckerwerte von niedrig zu hoch:

Bild-URL /cmsmultimedia/225/6/295/111848177681.jpg Bildgröße X 600 Bildgröße Y 75 Anzahl Felder X-Achse 4 Anzahl Felder Y-Achse 1 Ausgabetext Glückwunsch! Das ist die richtige Reihenfolge

Anleitung: Um die Reihenfolge der Bilder zu ändern, verschieben Sie diese mit gedrückter linken Maustaste an die gewünschte Position (mit einem Tablet-PC verschieben Sie die Bilder mit dem Finger). Wenn Sie die richtige Reihenfolge hinbekommen haben, erhalten Sie eine Meldung.

Ob die eingeschlagenen Maßnahmen - sei es durch Diäten und Bewegung, sei es medikamentös oder durch Insulininjektionen - ausreichend Wirkung zeigen, lässt sich am besten durch regelmäßige Blutzuckerkontrollen feststellen. Zudem lernen Sie durch Blutzuckermessungen Ihren Körper besser kennen. Sie sehen, wie beispielsweise das üppige Sonntagsessen Ihren Blutzucker in die Höhe schießen lassen kann, welche Wirkung eine Radtour hat und warum Stress oder eine Infektionskrankheit gerade für Diabetiker gefährlich sein können. Kurzum: Ihnen wird durch die Messergebnisse klar vor Augen geführt, welche Verhaltensweisen oder Umstände gute und welche negative Effekte auf Ihren Glukosespiegel haben. Deswegen sind Blutzuckermessungen prinzipiell für jeden Diabetiker sinnvoll.

Dies geschieht am besten durch einen Bluttest, den Sie selbst vornehmen können. Wie oft getestet werden muss, hängt in erster Linie davon ab, wie weit der Diabetes fortgeschritten ist und wie er behandelt wird.

Text Bei gut eingestellten Typ-2-Diabetikern genügen mitunter ein- oder zweimal pro Woche den Blutzucker zu messen
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Bei Typ-2-Diabetikern, die keine Tabletten oder Insulin benötigen, arbeiten die blutzucker-regulierenden Mechanismen des Körpers noch einigermaßen normal. Extrem hohe oder niedrige Blutzuckerwerte sind unwahrscheinlich. Blutzuckermessungen sind deshalb seltener notwendig.

Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie oft in Ihrem Fall eine Blutzuckermessung ratsam ist. Bei gut eingestellten Typ-2-Diabetikern, die noch kein Insulin benötigen, genügen mitunter ein oder zweimal pro Woche zu festgelegten Tageszeiten den Blutzucker zu messen - beispielsweise nüchtern am Morgen und jeweils zwei Stunden nach den Hauptmahlzeiten.

Ganz anders sieht es aus, wenn Insulin ein Teil der Therapie ist. Dann kann der Körper nur noch in sehr geringen Maße oder gar nicht mehr den Zuckergehalt im Blut regulieren. Sie müssen ihren Blutzucker mehrmals täglich kontrollierten, um auf Schwankungen zu reagieren. Ein Schema könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Vor dem Frühstück - man spricht dann auch vom "Nüchtern-Blutzucker", was bedeutet, dass Sie mindestens acht Stunden zuvor nichts gegessen oder getrunken haben
  • Ein bis zwei Stunden nach dem Frühstück. Dieser Wert wird auch postprandialer Blutzucker genannt
  • Vor dem Mittagessen
  • Ein bis zwei Stunden nach dem Mittagessen
  • Vor dem Abendessen
  • Ein bis zwei Stunden nach dem Abendessen
  • Vor dem Schlafengehen


Allerdings gibt es Situationen, in denen auch nicht mit Insulin behandelte Typ-2-Diabtiker mehrmals täglich ihren Blutzucker kontrollieren sollten - etwa bei neu diagnostizierten Typ-2-Diabetikern. Da Veränderungen der Lebensführung - beispielsweise mehr Bewegung, vielleicht sogar Sport - Blutzuckerschwankungen auslösen können, ist auch in diesen Fällen eine häufigere Kontrolle sinnvoll. Gleiches gilt bei Infektionskrankheiten, die sich ebenfalls auf den Blutzuckerspiegel auswirken können. Teilen Sie Ihrem Arzt also solche Veränderungen ihres Alltags unbedingt mit.

In der nächsten Lektion wird es ganz konkret um die Werte gehen - also wann ein Blutzuckerwert wie hoch sein sollte.

37.4

Ihr Fortschritt im Kurs Diabetes Typ 2

aktualisiert am 23.09.2014, erstellt am 24.10.2013
Bildnachweis: W&B/Simon Katzer, W&B / Röper

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