Die Gefahr eines erneuten Herzinfarktes

Nie wieder Herzinfarkt

Herzinfarkt? Nicht noch einmal! Leider ist das Risiko dafür groß

Auch wenn der Herzinfarkt erfolgreich behandelt wurde, ist die Gefahr leider nicht gebannt. Gefäßschäden und Risikofaktoren, die zur Durchblutungsstörung geführt haben, bestehen oft weiter fort. Innerhalb der ersten sechs Monate nach einem Infarkt erleiden daher insgesamt fünf Prozent aller Betroffenen einen weiteren. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit eines "Reinfarktes" zwar etwas, doch bleibt die Gefahr lebenslang bestehen. Das Sterberisiko bei so einem Wiederholungsereignis liegt etwa doppelt so hoch wie beim ersten Mal und damit bei über 60 Prozent. Fünf bis zehn Prozent der Herzpatienten versterben innerhalb von zwei Jahren nach ihrem ersten Infarkt.

NCHOOKAllerdings sagen diese Zahlen über individuelle Prognosen wenig aus, den solche hängen neben dem Alter stark davon ab, welche Begleiterkrankungen und Folgeschäden beim Patienten vorliegen.

Gefährliche Begleiterkrankungen sind Bluthochdruck, Diabetes und eine chronische Nierenschwäche. Diese Leiden sollten bestmöglich behandelt und eingestellt werden, um Gefäße und Herz zu schützen.

Als kritische Folgeschäden des Infarktes gelten die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sowie Herzrhythmusstörungen. Beides muss unter Umständen gesondert behandelt werden. Etwa jeder zehnte Infarktpatient entwickelt eine Herzinsuffizienz.

Der unmittelbaren Ursache eines erneuten Infarktes, nämlich dem Verschluss eines Herzkranzgefäßes, lässt sich aber dennoch durch verschiedene Maßnahmen zu einem gewissen Grad entgegenwirken. Sie haben ja bereits gelernt, dass eine Katheterbehandlung, verbunden mit der Einführung eines Stents, die Aussichten deutlich verbessern. Auch die Behandlung mit Medikamenten – darunter Statine und ACE-Hemmer – schützt die Gefäße in gewissem Umfang und reduziert die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Infarktes etwa um ein Drittel.

Deutlich effektiver wirkt sich allerdings eine nachhaltige Lebensstiländerung aus. Auch das wissen Sie bereits: gesunde Ernährung, Übergewicht abbauen, viel Bewegung, Stress mit Entspannungsübungen begegnen oder am besten ganz vermeiden.

Und nochmals: Wer raucht, sollte sofort damit aufhören. Allein das senkt das Herztodrisiko um 50 Prozent.

In der nächsten Lektion soll es für Folgeerkrankungen gehen, für die Herzinfarktpatienten ein höheres Risiko haben: Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen.

Ihr Fortschritt im Kurs Herzinfarkt
96%
Zahl 5
Schriftgroesse Zahl 85
Subtext Prozent
Text rechts aller Betroffenen erleiden innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Herzinfarkt einen weiteren
Schriftgroesse Text 20
Wartezeit in Millisekunden 1000
Variante (delay oder ishow) delay

aktualisiert am 06.07.2015, erstellt am 08.01.2015
Bildnachweis: Shutterstock/Kostenko Maxim, W&B / Röper

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