Übergewicht abbauen senkt das Herzinfarktrisiko

Mann auf Waage

Übergewicht belastet das Herz, ist somit ein Risikofaktor für einen Infarkt

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: 52 Prozent der Erwachsenen Deutschen waren im Jahr 2013 übergewichtig. Vier Jahre zuvor waren es 51 Prozent und acht Jahre zuvor noch weniger als 50 Prozent. Männer sind dabei stärker von Übergewicht betroffen als Frauen.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Sind Sie übergewichtig? Das lässt sich leicht herausfinden, mit der Berechnung des BMI-Wertes. Wir helfen Ihnen dabei, mit unserem BMI-Rechner. Keine Angst, die Daten werden nirgendwo gespeichert.

Die Spanne des medizinisch empfohlenen Normalgewichts (BMI 18,5 – 24,9) ist relativ breit. Bei einer 1,70 Meter großen Person liegt sie zwischen 53,5 Kilogramm (BMI: 18,5) und 72 Kilogramm (BMI: 24,9). Sie sehen also: Für eine rundum gesunde Figur müssen Sie nicht spindeldürr sein. Mit steigendem Alter kann Ihr Normalgewicht auch etwas über BMI 25 liegen.

Stellen Sie durch das Verschieben der Klickflächen auf den Leisten (mit der Maus oder mit dem Finger auf einem Tablet) Ihr Gewicht und Ihre Körpergröße ein. Daraufhin sehen Sie Ihren BMI-Wert.

Gewicht (in Kilogramm):
Größe (in Zentimeter):

Ihr BMI:

Der Body-Mass-Index erlaubt nur eine erste grobe Einschätzung. Wer viel Muskelmasse besitzt, kann beispielsweise einen hohen BMI haben ohne übergewichtig im eigentlichen Sinne zu sein. Auch sagt der BMI nichts über die Verteilung des Körperfetts aus. So gilt insbesondere zu viel Bauchfett als gesundheitliches Risiko, das sich genauer im Taillenumfang abbildet. Dieser sollte bei Männern unter 102 Zentimetern liegen, bei Frauen unter 88 Zentimetern.

Für Menschen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, gelten möglicherweise individuelle BMI-Werte. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

Warum wir Ihnen das an dieser Stelle sagen? Wer zu viele Pfunde mit sich herum trägt, belastet und gefährdet sein Herz auf vielfältige Weise. Das ist alles andere als gut für das Pumporgan – egal, ob es schon einen Infarkt erlitten hat oder das Risiko dafür hoch ist.

Zunächst einmal bedeutet hohes Körpergewicht mehr Arbeit für den Herzmuskel. Nun ist es aber so, dass nach dem Infarkt das Herz angeschlagen ist und Entlastung benötigt – also genau das Gegenteil. Nicht gut.

Mehr Arbeit bedeutet auch erhöhter Energiebedarf der Muskulatur im Herz. Es besteht also die Gefahr, dass die Blutversorgung nicht ausreicht – zumal diese durch die verkalkten Blutgefäße ohnehin vermindert ist. Garnicht gut.

Übergewicht geht häufig mit erhöhten Blutfettwerten einher, die sich negativ auf die Gefäßverkalkung auswirken. Somit wird das Grundproblem der Herzkranzgefäße durch zu viel Körperfett unterhalten und verschlimmert. Überhaupt nicht gut.

Die Extrakilos treiben auch den Blutdruck nach oben, womit ein weiterer wesentlicher Risikofaktor für Gefäßverkalkung und damit für Herzinfarkt dazukommt.

Sie sehen: Gründe gibt mehr als genug, um überzählige Pfunde abzuspecken.

TWHOOKDoch das klingt ja bekanntlich leichter, als es gemeinhin fällt. Immerhin: In der Reha lernen Patienten, ihre Essgewohnheiten langfristig umzustellen, was es beispielsweise bedeutet, energiearme Kost zu bevorzugen: Viel Obst und Salat, mediterrane Kost mit überwiegend ungesättigten Fettsäuren, wenig tierische Fette, wenig Zucker und Alkohol. Das soll die Kalorienzufuhr reduzieren, ohne dass Menschen dabei all zu stark hungern zu müssen. Mit Hunger im Bauch nimmt niemand ab.

Idealerweise sollten Ernährungsumstellung und Übergewicht abbauen eng mit einer Sporttherapie verzahnt werden. Die nun folgende Lektion erklärt Ihnen, welch wichtige Rolle körperliche Aktivität für Herz-Kreislauf-Patienten spielt.

Ihr Fortschritt im Kurs Herzinfarkt
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Text Es geht darum, die Essgewohnheiten langfristig umzustellen
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
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aktualisiert am 31.05.2016, erstellt am 08.01.2015
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