Allergiemedikamente richtig anwenden

Augentropfen

Vorsicht! Augentropfen nicht überdosieren, sonst wirken sie schlechter

Es ist sehr wichtig, Medikamente immer richtig einzunehmen: in der richtigen Menge, zur richtigen Zeit, in der vorgesehenen Art und Weise. Kein Problem, sagen Sie, das ist doch nicht so schwierig? Schätzen Sie mal, wieviel Patienten ihre Medikamente nicht so einnehmen, wie es der Arzt verordnet hat?

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Im Durchschnitt 10 bis 15 Prozent

... das wäre ein guter Wert, stimmt aber leider nicht.

Bei leichten Erkrankungen bis zu 40 Prozent, bei schweren Leiden deutlich weniger

Nein, das stimmt auch nicht

Je nach Krankheitsbild zwischen 39 und 83 Prozent

Richtig. Bis zu 83 Prozent der Patienten nehmen benötigte Medikament nicht ein! Das muss man sich mal vorstellen

Der Wert hängt davon ab, ob die Krankheit dem Patienten Schmerzen oder andere Beschwerden bereitet oder ob er davon im Grunde nichts spürt, wie es zum Beispiel beim hohem Blutdruck der Fall ist.

Wir erklären Ihnen, wie Sie am besten Heuschnupfen-Präparate anwenden und Fehler vermeiden:

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  • Nasenspray

    Vor der ersten Anwendung muss der Benutzer das Fläschchen 
ein paarmal außerhalb der Nase betätigen, damit sich das Dosiersystem vollständig mit der Lösung füllt. Zum Einsprühen dann den Kopf nur leicht nach hinten neigen und das Fläschchen in die Nase einführen. Der Nasenadapter muss einen Zentimeter tief in die Nase hinein, damit die Lösung nicht an den vorderen Nasenhärchen hängen bleibt. Während des Sprühstoßes einatmen und danach durch den Mund ausatmen.

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  • Augentropfen

    Zwei Tropfen im Auge wirken schlechter als ein einziger, weil die größere Menge sofort die Tränenproduktion verstärkt und die Lösung somit wegschwimmt. Diesen einen Tropfen sollte man exakt in den Bindehautsack platzieren, also in den unteren, roten Bereich des Auges. Das Unterlid dafür einfach etwas nach unten ziehen und die Lösung hineintropfen. Danach das Augenlid sanft schließen und für ein bis zwei Minuten geschlossen halten.

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  • Antihistaminika

    Als Tabletten oder Saft (bei Kindern) eingenommen, können diese Wirkstoffe etwas müde machen. Bei manchen Menschen ist das zum Beispiel beim Wirkstoff Cetirizin der Fall, sie sollten zum Beispiel zu Loratadin wechseln. Die Substanzen der neueren Generation haben aber keine bleierne Müdigkeit zur Folge. Wenn Sie nicht wissen, wie Ihr Körper auf das Antihistaminikum reagiert, am besten am Wochenende ausprobieren, wenn Sie nicht arbeiten oder Auto fahren müssen. Sie merken, dass Sie empfindlich reagieren und müde werden? Dann nehmen Sie die Tabletten oder Tropfen am besten am Abend. Die antiallergische Wirkung am Tag ist dann allerdings geringer. Das Risiko von Wechselwirkungen ist klein. Alkohol verstärkt allerdings die Müdigkeit.

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  • Präparate mit Azelastin und Levocabastin sollten Sie drei bis vier Mal am Tag anwenden, damit sie richtig wirken. Das gleiche gilt für Cromone – sie wirken außerdem am besten, wenn sie schon einige Tage (am besten zwei Wochen) vor der allergischen Reaktion eingenommen werden, denn sie wirken vor allem vorbeugend. Erfahrene Pollenallergiker kennen ihre Allergene und deren Saison und können die Mittel frühzeitig einnehmen.

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Soviel zur Therapie mit Medikamenten. Die hilft vielen Allergikern sehr gut. Aber bei manchem hält sich die Wirkung in Grenzen oder nimmt im Laufe der Zeit ab. Zudem lindern die Wirkstoffe lediglich die Beschwerden von Heuschnupfen, die Ursachen – also das fehlerhafte Arbeiten der Körperabwehr – bekämpfen sie nicht.

Um Heuschnupfen an der Wurzel des Übels zu packen, bedarf es einer anderen Methode, der sogenannten Hyposensibilisierung. Ein Klick rechts unten und Sie erfahren mehr darüber.

Ihr Fortschritt im Kurs Heuschnupfen
63%

aktualisiert am 14.01.2015, erstellt am 20.02.2015
Bildnachweis: istock/ia 64

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