Ein Allergietagebuch zu führen hilft bei der Diagnose

Allergietagebuch

Heuschnupfen-Tagebuch: Dauert nur eine Minute, ist aber von großem Nutzen

Wer nicht sicher ist, ob er unter Heuschnupfen leidet oder dem Arzt die Diagnosefindung vereinfachen möchte, ist mit einem Allergie-Tagebuch gut beraten. Generell gilt: Eine Allergie präzise zu diagnostizieren, also den problematischen Allergenen auf die Spur zu kommen, ist keine einfach Aufgabe. Neben einer umfassenden Anamnese, also einem Gespräch zwischen Arzt und Patient, bei dem Beschwerden und Krankheitsgeschichte genau besprochen werden, ist meist die Kombination verschiedener Testmethoden nötig. Viele Verfahren habe alleine nicht genug Aussagekraft, außerdem müssen die Ergebnisse stets mit den Symptomen abgeglichen werden. Denn nicht jedes Resultat stimmt mit den tatsächlichen Beschwerden überein.

Ein Allergietagebuch ist eine Art Protokoll, in dem alle Faktoren festgehalten werden, die potenziell mit der Allergie zu tun haben. Neben Datum und Uhrzeit zum Beispiel Wetterlage, Pollenflug, Aufenthaltsort und natürlich die auftretenden Symptome.

Damit auch Sie gleich loslegen können, bieten wir Ihnen hier eine Tagebuchvorlage zum herunterladen und ausdrucken an. Mit einem Klick auf die Schaltfläche unten können Sie sich den Vordruck im pdf-Format herunterladen.


 

Wer es lieber digital mag, kann sich auch eine entsprechende App für Smartphone oder Tablet besorgen. Egal ob Sie tippen oder schreiben: Versuchen Sie, so präzise wie möglich alles festzuhalten. Wenn genau treten die Beschwerden auf? Wie äußern sie sich? Wie lange dauern sie an? Wie stark sind sie ausgeprägt (leicht, mittel, stark)? In welchen Situationen verbessern oder verschlechtern sie sich? Mitunter hilft es, dabei die betroffenen Körperteile zu unterscheiden, etwa Nase, Augen, Hals und Bronchien. Halten Sie auch die Einnahme von Medikamenten sowie sportliche Aktivitäten fest. Unterscheiden Sie, ob Sie sich drinnen oder draußen aufgehalten haben und notieren Sie sich Stichwörter dazu (Wiese, Wald, Stadt, Büro, etc.). Protokollieren Sie zu Beginn außerdem, was Sie essen und trinken. Es könnte ja sein, dass nicht Heuschnupfen, sondern eine Nahrungsmittelallergie, Tierhaare oder Hausstaub ihre Beschwerden verursachen.

Das Führen eines Tagebuchs verbessert die Therapie

Das Tagebuch hilft Ihnen aber nicht nur dabei herauszufinden, ob Sie überhaupt unter Heuschnupfen leiden. Es erleichtert auch dem Arzt die Suche nach den verantwortlichen Allergenen und ermöglicht eine Kontrolle des Behandlungserfolgs. Führen Sie das Tagebuch auch dann weiter, wenn die Diagnose feststeht. So lässt sich nachvollziehen, ob sich die Symptome tatsächlich bessern, welche Medikamente wie wirkungsvoll sind und ob eine Hyposensibilisierung wie gewünscht anschlägt.

Damit ist der Themenabschnitt "Diagnose" beendet. Nun soll der aufgedeckte Heuschnupfen auch behandelt werden. Darum wird es in den nun folgenden Lektionen gehen.

Ihr Fortschritt im Kurs Heuschnupfen
54%

aktualisiert am 11.04.2016, erstellt am 20.02.2015
Bildnachweis: W&B, DPA Picture-Alliance/Bildagent

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