Feinstaub und Hausstaubmilben vermeiden

Hausstaubmilbe

Eine Hausstaubmilbe unter dem Mikroskop betrachtet

Sie wissen ja bereits, was Pollen bei Menschen mit Heuschnupfen anrichten können. Es ist jedoch nicht nur der Pollenstaub allein, der Allergikern zu schaffen macht. Durch die Allergie sind die Atemwege stark gereizt – und damit auch anfälliger für andere Reizstoffe, zum Beispiel Feinstaub. Aber nicht nur das. Manche Pollen verbünden sich derart mit bestimmten Reizstoffen, dass die allergene Wirkung dadurch stärker wird. Die Beschwerden verschlimmern sich also.

In der Summe bedeutet das für Sie als Heuschnupfen-Geplagten: Sie sollten nicht nur den Pollen aus dem Weg gehen, sondern auch andere Reizstoffe so gut es geht meiden.

Für viele Pollenallergiker sind vor allem Feinstaub und Hausstaubmilben Reizstoffe, die das Leiden verschlimmern können.

  • Feinstaub

    Feinstaub, der in größeren Mengen aus Industrieschloten, Autoauspüffen und
 Schornsteinen in die Luft gelangt, ist ein doppeltes Problem. Zum einem greifen die Partikel die Atemwege an. Die winzigen Teilchen gelangen sehr schnell in die tiefen Atemwege und können dort direkt Asthma auslösen – ganz ohne Pollen.

    Zum anderem verbinden sie sich mit Pollen, um daraus noch stärkere Allergene entstehen zu lassen. Dabei beeinflusst Feinstaub nicht nur die Qualität der Pollen, sondern erhöht auch die Menge der allergieauslösenden Stoffe.

    Leider steigt die Belastung mit Feinstaub zunehmend – vor allem in Großstädten. Den Kontakt mit den schädlichen Partikeln ganz zu unterbinden ist nahezu unmöglich. Aber wenn Ihnen Ihr Heuschnupfen gerade mal wieder besonders zu schaffen macht, sollten Sie zumindest versuchen, die Nähe zu viel befahrenen Straßen oder Industriegebieten zu meiden.

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  • Hausstaubmilben

    Rund ein Drittel der Pollenallergiker leidet auch unter einer Hausstaubmilben-Allergie – viele allerdings ohne es zu wissen. Wenn Sie außerhalb der Pollensaison unter allergischen Symptomen leiden, sollten Sie sich deshalb nicht zuerst fragen, ob vielleicht doch Pollen unterwegs sind. Sondern ob nicht eine Milbenallergie Schuld an den Beschwerden ist.

    Bei dieser Allergie reagiert das Immunsystem auf die winzigen Kot-Bällchen der Milben, die in Matratzen, Teppichen und Polstermöbeln landen. Die Beschwerden einer Milbenallergie sind ähnlich wie beim Heuschnupfen: Fließschnupfen oder verstopfte Nase, Niesanfälle oder morgendliches Niesen, gerötete, juckende oder tränende Augen, Husten oder Quaddeln auf der Haut (Nesselausschlag). Die gute Nachricht: Auch bei einer Milbenallergie ist eine Hyposensibilisierung möglich.

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Wie wichtig es ist, dass Sie alle bis hierher vorgestellten Therapien und Vorbeugemaßnahmen ernst nehmen, wird Ihnen die nun folgende Lektion zeigen. Wer nämlich sein Heuschnupfen nicht richtig oder gar nicht behandelt, riskiert an Asthma zu erkranken – der sogenannte "Etagenwechsel", von dem schon mehrfach die Rede war.

Ihr Fortschritt im Kurs Heuschnupfen
95%

aktualisiert am 14.01.2015, erstellt am 20.02.2015
Bildnachweis: Mauritius/SPL

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