Hilft alternative Medizin bei Heuschnupfen?

Alternative Medizin erfreut sich wachsender Beliebtheit hierzulande. Nicht immer hilft sie tatsächlich, nicht immer ist sie unbedenklich. Dennoch suchen viele Menschen nach Alternativen zur Medizin, in der Hoffnung, eine Krankheit damit behandeln zu können oder zumindest die Beschwerden zu lindern.

Auch zur Therapie von Heuschnupfen gibt es einige Verfahren, von denen Allergiker berichten, dass diese hilfreich waren. Eine davon ist gut bekannt, ein Blick auf das Bild unten, und Sie wissen sofort, wovon die Rede ist. Noch ist das Bild allerdings verdeckt von einer hellblauen Fläche. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Fläche und es werden nach und nach Bildbereiche sichtbar. Wenn Sie meinen zu wissen, von welcher Methode die Rede ist, können Sie auf das entsprechende Feld unten klicken, um Ihre Vermutung zu überprüfen. Falls Sie es garnicht erkennen: Mit einem Klick auf das Feld ganz rechts erhalten Sie die Lösung.

Diese und noch zwei andere Verfahren stellen wir Ihnen nun etwas ausführlicher vor:

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  • Akupunktur

    Das Verfahren gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin, die auf der Annahme basiert, der Körper sei durchzogen von Energiebahnen – sogenannten Meridianen. In dem der Akupunkteur mit feinen Nadeln bestimmte Punkte dieser Energiebahnen reizt, will der das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen.

    Sogenannte immunaktivierende Punkte liegen am Schlüsselbein, an Oberarm, Handgelenk und Daumen. Immer wird an einem Punkt am oberen Rand der Ohrmuscheln eine Nadel gesetzt, laut TCM der "Allergie-Punkt". Die Akupunktur kann den Patienten nicht von seiner Allergie heilen, aber die Symptome lindern. Studien haben gezeigt, dass die Behandlung mit den Nadeln die Lebensqualität verbessert und den Verbrauch von Antihistaminika senkt.

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  • Pflanzenheilkunde

    Präparate mit ätherischen Olen aus Myrte oder Eukalyptus eignen sich gut, um zähen und festsitzenden Schleim zu lösen und die Sekretbildung zu normalisieren. ln der Apotheke gibt es neben Tabletten, Dragees und Kapseln auch Säfte, Tropfen, Sprays und Nasenöle, die ätherische Öle enthalten. Auch das indische Lungenkraut hat sich bei Heuschnupfen bewährt, es enthält das Alkaloid Vasicin – dieser Wirkstoff entspannt, erweitert die Bronchien und wirkt schleimlösend.

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  • Homöopathie

    Die Wirksamkeit von Globuli und anderer homöopathischer Mittel konnte in Studien nicht nachgewiesen werden. Patienten, die auf Homöopathie vertrauen, berichten jedoch von eine Besserung ihrer Beschwerden.

    Bei Heuschnupfen verzichten Ärzte und Homöopathen häufig auf die ausführliche Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese), sondern empfehlen Mittel, die erfahrungsgemäß helfen. Das erleichtert die Selbstbehandlung – trotzdem sollte man vorher mit einem Arzt oder Homöopathen darüber gesprochen haben.

    Gängige Mittel aus der Homöopathie bei Heuschnupfen:

    Euphrasia (Augentrost)
    bei brennenden, juckenden und/oder tränenden Augen

    Allium cepa
    (Küchenzwiebel) bei Fließschnupfen

    Galphimia glauca
    bei tränenden, juckenden Augen und heftigen Niesattacken. Vorbeugend etwa sechs Wochen vor Beginn der Pollensaison einnehmen

    Wyethia helenoides
    bei Jucken im Rachen oder tief im Hals

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Auch wenn diese Therapieverfahren im allgemeinen als bedenkenlos eingestuft werden können, sollten Sie diese nicht ohne vorherige Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker anwenden.

Jetzt kennen Sie alle gängigen Behandlungsmöglichkeiten von Heuschnupfen. Zum Abschluss dieses Themenblocks soll in der nächsten Lektion Zeit für ein bisschen Spaß sein – bei unserem Pollenspiel.

Ihr Fortschritt im Kurs Heuschnupfen
77%

aktualisiert am 14.01.2015, erstellt am 20.02.2015
Bildnachweis: W&B / Röper

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