Risikofaktoren, die Heuschnupfen begünstigen

Heuschnupfen beruht also letztlich auf einem Irrtum des Immunsystems. Dieser Irrtum unterläuft dem Körper meist schon in der frühen Kindheit.

Aber warum?

Dazu gibt es verschiedene Thesen. Neben einer erblichen Vorbelastung scheint es einige Riskofaktoren zu geben. Einen davon zeigt Ihnen das folgenden Bild. Noch ist das Bild allerdings verdeckt von einer hellblauen Fläche. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Fläche und es werden nach und nach Bildbereiche sichtbar. Wenn Sie meinen zu wissen, welcher Risikofaktor hier abgebildet ist, können Sie auf das entsprechende Feld unten klicken, um Ihre Vermutung zu überprüfen. Falls Sie es garnicht erkennen: Mit einem Klick auf das Feld ganz rechts erhalten Sie die Lösung.

Mittlerweile ist wissenschaftlich gut belegt, dass die Kinder von rauchenden Eltern ein erhöhtes Allergierisiko haben. Tatsächlich bekommen Kinder, die Tabakrauch ausgesetzt sind, später signifikant häufiger Asthma, Heuschnupfen oder andere Allergien. Falls Sie also rauchen und Kinder haben: Jetzt kennen Sie einen weiteren Grund, mit dem Zigarettenkonsum aufzuhören. Hier in der Gesundheitsakademie bieten wir Ihnen übrigens einen Kurs an, der Ihnen den Ausstieg erleichtern sollte.

Apropos Kinder: Liegt Heuschnupfen bei Ihnen in der Familie? Heute weiß man, dass Kinder von allergischen Eltern (egal ob diese rauchen oder nicht) ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben. Die Zahlen verdeutlichen dies: Ist kein Familienmitglied allergisch, entwickelt man mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 bis 15 Prozent eine Allergie. Dieses Risiko erhöht sich auf 25 bis 30 Prozent, wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterkind allergisch ist. Wenn beide Elternteile allergisch sind, besteht ein Allergierisiko zwischen 40 bis 60 Prozent – leiden beiden unter der gleichen Allergieform, steigt es sogar auf bis zu 80 Prozent.

Die "Hygienehypothese" ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen

Neben der wissenschaftlich gut belegten erblichen Belastung werden auch eine Reihe Risikofaktoren diskutiert. Etwa die "Hygienehypothese". Diese besagt, dass bei der Entstehung einer Allergie entscheidend ist, wie stark das Immunsystem während der Kindheit gefordert ist. Sprich: Wachsen Kinder in allzu hygienischen Verhältnissen auf, ist das Immunsystem unterfordert und geht früher oder später gegen harmlose Substanzen vor. Für diese Theorie spricht, dass Kinder, die in ländlicher Umgebung aufwachsen, Geschwister haben oder eine Kinderkrippe besuchen, seltener Allergien entwickeln. Wissenschaftlich hundertprozentig nachgewiesen ist diese Beobachtung allerdings nicht.

Anders sieht es beim Thema Stillen aus: Beobachtungen haben gezeigt, dass Kinder, die vier bis sechs Monate mit Muttermilch gestillt wurden, später seltener an Allergien erkranken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht diesen Zusammenhang als ausreichend bestätigt an. Sie empfiehlt daher, Säuglinge zu stillen oder – sollte dies nicht möglich sein – auf hypoallergene Fertignahrung ohne Kuhmilch-Proteine zurückgreifen.

Woher auch immer der Heuschnupfen kommen sollte: Sie dürfen das nicht bagatellisieren. Nehmen Sie Ihre Allergie ernst. Ohne eine geeignete Therapie (dazu werden Sie in den kommenden Lektionen noch einiges erfahren) kann ein an sich harmloser Heuschnupfen richtig gefährlich werden. Warum? Das erfahren Sie in der nächsten Lektion.

Ihr Fortschritt im Kurs Heuschnupfen
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aktualisiert am 06.07.2015, erstellt am 20.02.2015
Bildnachweis: W&B / Röper

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