Wie gefährlich ist Heuschnupfen für die Gesundheit?

Hustende Frau

Vorsicht! Wenn der Husten immer schlimmer wird, könnte Asthma im Anmarsch sein

"Das ist ja keine Krankheit, sondern nur eine Allergie". Haben Sie das auch schon einmal gehört? Oder sogar gedacht? Tatsächlich neigen viele Menschen dazu, Allergiebeschwerden zu verharmlosen. Frei nach dem Motto: Halb so wild, ist ja keine richtige Krankheit. Hinzu kommt, dass allergischer Schnupfen derart verbreitet ist, dass er häufig als normal empfunden wird. Einmal ganz davon abgesehen, dass Heuschnupfen für die Betroffenen erheblichen Leidensdruck mit sich bringt, liegt genau in dieser Verharmlosung seine größte Gefahr.

NCHOOKZwar sind die typischen Heuschnupfen-Symptome wie Schnupfen, Niesen und tränende Augen tatsächlich eher lästig als gefährlich. Doch wer Heuschnupfen nicht ernst nimmt und zu lange unbehandelt lässt, riskiert ernste gesundheitliche Probleme. Eines der gravierendsten ist der "Etagenwechsel".

So bezeichnen Ärzte eine Ausweitung von Allergien von den oberen auf die unteren Atemwege. Das bedeutet, dass sich aus harmlosen Heuschnupfen eine ernsthafte Erkrankung entwickelt: bronchiales Asthma, auch Pollenasthma genannt. Schätzungen zufolge ist dies bei bis zu 40 Prozent der Heuschnupfenpatienten der Fall.

Zusätzlich zu den ohnehin schon vorhandenen entzündlichen Prozessen in Nase, Hals und Rachen kommt es bei Pollenasthma zu einer Gewebeschädigung in der Lunge, wodurch sie die Beschwerden meist erheblich verschlechtern. Oft passiert das schleichend: Viele Patienten leiden zunächst einige Jahre unter allergischem Schnupfen, bevor asthmatische Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Husten oder Atemnot hinzukommen. Vermeiden lässt sich das nur durch eine gezielte Therapie. Genau die aber zögern viele Betroffene zu lange hinaus. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes werden gerade mal zehn Prozent der Allergiker in Deutschland richtig behandelt. Experten schätzen zudem, dass fast die Hälfte der Heuschnupfenpatienten nichts unternimmt, weil sie die Allergie nicht als solche erkennen oder ernst nehmen. Viele Allergiker retten sich zudem einfach mit Antihistaminika aus der Apotheke über die schlimmsten Wochen hinweg. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Viele Betroffene gehen erst dann zum Arzt, wenn die Lunge bereits Schaden genommen hat.

Im Zweifelsfall den Arzt konsultieren

Wenn Sie also nicht sicher sind, ob Sie Heuschnupfen haben oder die Symptome schon eine Weile verschleppen: Klären Sie die Beschwerden durch einen Besuch beim Allergologen ab. Eine frühzeitige und passende Behandlung erhöht nicht nur die Lebensqualität, sondern bietet auch den besten Schutz vor Folgekrankheiten.

Dabei geht es nicht nur um die Gefahr eines Etagenwechsels. Allergischer Dauerschnupfen kann auch eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen verursachen oder die Entstehung von Kreuzallergien begünstigen. Unbehandelte Allergien neigen nämlich dazu, ihr Spektrum zu erweitern. In diesem Fall entwickeln Pollenallergiker oft Unverträglichkeiten auf biologisch verwandte Nahrungsmittel. Der Genuss von Nüssen, Äpfeln, Sellerie, Tomaten, Karotten oder Paprika kann so schnell zum Problem werden. Das Thema Kreuzallergien wird später in einer eigenen Lektion behandelt.

Jetzt geht es zunächst mit einer kleinen Pollenkunde weiter. Schließlich sollte Sie den Feind kennen, den es zu bekämpfen gilt.

Ihr Fortschritt im Kurs Heuschnupfen
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Text rechts aller Menschen mit Heuschnupfen bekommen irgendwann bronchiales Asthma         
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aktualisiert am 06.07.2015, erstellt am 20.02.2015
Bildnachweis: Your Photo Today/BSIP/Alice S., W&B / Röper

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