Diese Formen von Medikamenten gibt es

Die Anforderungen an ein Arzneimittel sind vielfältig. Bei manchen Präparaten - etwa Medikamenten gegen akute Kopfschmerzen - ist es wichtig, dass sie möglichst schnell wirken. Bei einem Blutdrucksenker dagegen soll die Wirkung allmählich einsetzen und möglichst lange anhalten. Auf diese Weise lassen sich Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden vermeiden, und der Patient muss nur einmal am Tag an die Einnahme seiner Tablette denken. In anderen Fällen streben Arzneimittelhersteller danach, die Wirkung ihres Arzneistoffs auf ein bestimmtes Organ oder einen bestimmten Ort im Körper zu beschränken. Deshalb gibt es Salben und Cremes, die Wirkstoffe örtlich auf der Haut anwendbar machen.

Text Schnell wirkend, lokal wirkend, flüssig, Tablette - das Angebot ist gross
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
Fehlerindex (empfohlen: 0.02) 0.02
Image URL /cmsmultimedia/169/163/48/100896620561.jpg
Time Delay 1000
Variante (delay/ishow) delay

Die Vielfalt der Arzneiformen ergibt sich also aus den therapeutischen Erfordernissen: Soll ein Arzneimittel schnell wirken oder über einen längeren Zeitraum, soll es im ganzen Körper seine Wirkung entfalten oder nur an bestimmten Stellen, etwa auf der Haut oder in der Lunge?

Folgende Einteilung erleichtert die grobe Einteilung von Medikamenten:

  • Orale Arzneiformen sind alle Formen, die der Patient schluckt
  • Topische oder lokale Arzneimittel werden örtlich angewendet, etwa auf der Haut oder der Schleimhaut der Mundhöhle
  • Parenteral bedeutet eine Anwendung unter Umgehung des Verdauungstraktes. Parenterale Arzneimittel werden mit einer Spritze verabreicht

Welche Darreichungsformen es genau gibt, zeigt folgende Übersicht:

  • istock/angiii

    Tablette, Dragees, Kapseln

    Tabletten und Dragees kennt fast jeder, sind die wichtigsten oralen Arzneiformen ("oral" bedeutet: über den Mund eingenommen). Kapseln spielen heutzutage keine so große Rolle mehr. Besondere Varianten sind sogenannte "Retard"-Präparate. Bei ihnen tritt die Wirkung mit einer Verzögerung und/oder über einen längeren Zeitraum ein.

    1/6

  • Glow Images/Caia Image/Adam Gault

    Säfte/Tropfen

    Ein großer Vorteil von flüssigen Arzneistoffen ist, dass man diese genau dosieren kann. Deswegen kommt diese Darreichungsform nicht nur bei Kindern oft zum Einsatz, sondern auch bei älteren Menschen.

    2/6

  • Panthermedia/Dagmar Spona

    Zäpfchen

    Zäpfchen werden rektal eingeführt, also über den Mastdarm. Sie eignen sich besonders für Patienten, die - aus welchen Gründen auch immer - Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Tabletten haben. Auch hier sind das vor allem Kinder und ältere Menschen. Aber auch bei Übelkeit und Erbrechen ist ein Zäpfchen oft die beste Darreichungsform eines Wirkstoffs.

    3/6

  • istock/gzaleckas

    Salben, Cremes, Gels

    Typisch für all diese Darreichungsformen ist die äußere Anwendung. Das heißt, der Wirkstoff gelangt über die Oberfläche der Haut zum Wirkungsort. Meist dienen Salben & Co. dazu, Erkrankungen der Haut zu behandeln. Es gibt aber auch Wirkstoffe, die über Salben tiefer in den Körper eindringen.

    4/6

  • F1online/docstock/RM

    Spritzen

    Der Begriff "Spritze" umschreibt den Vorgang, einen flüssigen Wirkstoff per Injektionsnadel in den Körper zu führen. Zwei verschiedene Wirkprinzipien gibt es: Das Medikament kann lokal seine Wirkung entfalten, also am Ort der Injektion. Oder es wird in die Blutbahn gespritzt (Fachleute sprechen von einer "intravenösen" Injektion). Dann verteilt sich das Medikament überall im Körper. Ein großer Vorteil von Injektionen: Sie wirken schnell.

    5/6

  • W&B/Marcel Weber

    Inhalation

    Bei der Inhalation atmet ein Patient einen Wirkstoff ein. Zur Anwendung kommt das Verfahren vor allem bei Erkrankungen der Atemwege - also bei Husten oder Asthma. Aber auch einige Betäubungsmittel bekommen Patienten per Inhalation verabreicht.

    6/6

Genaueres über die einzelnen Darreichungsformen erfahren Sie in Kürze. Zunächst wollen wir Sie aber in einem kleinem Glossar mit einigen wichtigen Begriffen vertraut machen, auf die Sie bei der Anwendung von Medikamenten öfters stoßen werden.

12

Ihr Fortschritt im Kurs Medikamente richtig einnehmen

aktualisiert am 10.09.2014, erstellt am 03.06.2014
Bildnachweis: F1online/docstock/RM, istock/angiii, Panthermedia/Dagmar Spona, istock/gzaleckas, Glow Images/Caia Image/Adam Gault, W&B / Röper, W&B/Marcel Weber

Portal-Logos
© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG
schließen