Wenn Rabattverträge das Misstrauen vor Medikamenten schüren

Mann mit Medikamenten

Der Blutdrucksenker ist jetzt blau, das Diabetesmedikament rot - eine Folge der sogenannten Rabattverträge. Als Kostendämpfungsmaßnahme ins Leben gerufen, verunsichern die Rabattverträge seit Jahren viele Patienten.

Zugegeben, das ist ein etwas sperriges Thema - dennoch wichtig. Wie wäre es, zur Entspannung erstmal dieses kleine Kreuzworträtsel zu lösen? Klicken Sie auf die Fragefelder, um diese zu vergrößern. Klicken Sie auf die Buchstabenfelder, um anschließend den gewünschten Buchstaben einzugeben. Die beiden Begriffe in den rot unterlegten Felder tauchen hier im Text dieser Lektion auf. Und das Lösungswort? Ist das zentrale Thema des Kurses "Medikamente richtig einnehmen". Wir wünschen gutes Gelingen.

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Lösungswort ARZNEI
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b Detaillist
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b griech.: neu
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b Anrede
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b frz.: Insel
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b Abk.: Europ. Verteid. Gem.
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b Odeum
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b Schutz- recht auf Arznei
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b dekolletiert
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b männl. Vorname
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b edles Weißglas
b Abk.: United Press Int.
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b Abk.: Oberst. Gerichtshof
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b Lachlaut
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b aktiver Teil einer Arznei
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b Ingenieur- schule
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b glätten
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b Kfz-Kz.: Osterholz
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b Zentral- gestirn
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b Kfz-Kz.: Belize
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b dt. Stadt a.d. Saale
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b lästige Email- Flut
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b arkt. Meeres- vogel
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b Weis- sagerin
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b engl.: Buch
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b engl. Abk.: Mister
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b Abk.: Int. Rotes Kreuz
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b Abk.: Aktien- gesell- schaft
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b Kfz-Kz.: Lands- berg/ Lech
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b Inst. für Zeichen- gebg.
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b Kfz-Kz.: Kempten
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b Krankheit
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Und nun zu den Rabattverträgen. Diese nutzen den Umstand aus, dass viele Arzneistoffe aufgrund abgelaufener Patente nicht nur von einem, sondern verschiedenen Herstellern produziert werden. Mit einem der Hersteller schließen die Krankenkassen einen Liefervertrag ab - natürlich zu besonders günstigen Konditionen. Alle Versicherten bekommen dann Medikamente mit einem bestimmten Wirkstoff nur von diesem Hersteller. Die Krankenkasse kann so die Medikamentenausgaben reduzieren, der Hersteller kann größere Mengen seines Präparats absetzen.

Problematisch wird diese Regelung, wenn ein Rabattvertrag ausläuft und eine Krankenkasse von einem Tag auf den anderen ein anderen Hersteller bevorzugt. Dann müssen Patienten damit rechnen, dass sie nicht mehr ihr gewohntes Medikament bekommen, sondern ein wirkstoffgleiches von einem anderen Hersteller. Statt blauer Dragees in einer grünen Schachtel sind es nun rote Kapseln in einer gelben Schachtel. Untersuchungen zeigen, dass dadurch die Verwechslungsgefahr steigt und viele Patienten so verunsichert sind, dass sie ihr Medikament eigenmächtig absetzen.

Das sollte natürlich auf keinen Fall passieren.

In gut begründeten Ausnahmefällen kann der Arzt auf dem Rezept vermerken, dass Sie Ihr gewohntes Medikament bekommen sollen. Das muss er aber der Kasse gegenüber begründen, weshalb diese Maßnahme nur selten zum Tragen kommt.

Wenn Sie unbedingt weiterhin Ihr gewohntes Medikament erhalten möchten, dann können Sie es auch selbst bezahlen und die Rechnung bei Ihrer Kasse einreichen. Sie erhalten dann den Preis, den das Rabattvertragsarzneimittel gekostet hätte abzüglich einer Bearbeitungsgebühr. Was es Sie im Einzelfall kostet, weiterhin das gewohnte Medikament zu erhalten, kann Ihnen nur Ihre Krankenkasse sagen.

Aufgrund neuerer gesetzlicher Bestimmungen sind manche Arzneistoffe von einem Austausch ausgeschlossen. Das ist bei Wirkstoffen der Fall, die knifflig zu verarbeiten sind. Bei solchen Wirkstoffen unterscheiden sich die Präparate einzelner Hersteller stark darin, wie schnell der Wirkstoff aus der Tablette in den Körper gelangt.

Fachleute sagen, die Bioverfügbarkeit ist unterschiedlich. Diese Bioverfügbarkeit hängt von der Verarbeitungsmethode und den Begleitstoffen ab, die zusätzlich zum Wirkstoff in der Tablette enthalten sind. Beispiele für Wirkstoffe mit großen Unterschieden in der Bioverfügbarkeit von einem Hersteller zum anderen sind Schilddrüsenhormone oder Wirkstoffe zur Unterdrückung der Immunabwehr, die Patienten nach Organtransplantationen oder Menschen mit Autoimmunerkrankungen erhalten.

Zusammenfassend gilt für Sie als Patient: Keine Sorge! Unerwünschte Wirkungen als Folge eines Präparatetauschs sind die große Ausnahme, weil zunehmend nur Wirkstoffe getauscht werden, bei denen dies unproblematisch ist.

Soviel zu den Rabattverträgen. In den nächsten drei Lektionen soll es um die unerwünschten Nebenwirkungen gehen. Die gibt es natürlich, aber die große Angst davor beruht oft auf Unwissen. Machen Sie sich also schlau zum Thema - mit einem Klick rechts unten auf den Pfeil.

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Ihr Fortschritt im Kurs Medikamente richtig einnehmen

aktualisiert am 04.08.2014, erstellt am 04.06.2014
Bildnachweis: Fotolia/Robert Kneschke, W&B / Röper

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