Individuelle Auslöser von Migräne vermeiden

Migräneverlauf

Lang schlafen, ungünstig essen, Stress: Mögliche Auslöser von Migräne

Rotwein, Schlafmangel, Stress, Lärm, Wetterumschwünge - die Auslöser von Migräne sind so vielfältig wie das Krankheitsbild selbst und unterscheiden sich je nach Betroffenem. Um Ihre individuellen Triggerfaktoren aufzuspüren lohnt es sich, ein Migräne-Tagebuch zu führen.

Das Führen eines solchen Tagebuchs hat sich als sehr sinnvoll bei der Suche nach Auslösern erwiesen. Weil das für Sie als Migränepatient so wichtig ist, wiederholen wir an dieser Stelle noch einmal die wichtigsten Maßnahmen.

Protokollieren Sie über einige Wochen hinweg so genau wie möglich, unter welchen Umständen Migräne-Attacken auftreten, wie stark die Schmerzen sind und wie lange sie andauern. Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie so Auslösern auf die Spur kommen und diese in Zukunft vermeiden. Folgende Informationen sollten beim Führen eines Tagebuchs berücksichtigt werden:

  • Wie oft treten die Schmerzen auf?
  • Wie lange halten die Schmerzen an?
  • Auf welche Weise kündigen sich die Schmerzen an?
  • Wie stark sind die Schmerzen?
  • Nehmen die Beschwerden bei körperlicher Anstrengung zu?
  • Welche Symptome begleiten die Attacke?
  • Zu welcher Tageszeit treten die Schmerzen auf?
  • In welchen Situationen treten die Schmerzen auf?
  • Ernährungsgewohnheiten
  • Sportliche Betätigung
  • Potenzielle Auslöser

Potenzielle Auslöser zu finden ist eine nicht ganz leichte Aufgabe. Die Liste ist lang, am Anfang werden Sie hier und da daneben liegen. Geben Sie nicht so schnell auf! Zu den bekannten Auslösern von Migräneattacken gehören:

  • Ernährung: Auslassen von Mahlzeiten, Diät, Fasten, bestimmte Lebensmittel, Alkohol, Gewürze, Geschmacksverstärker, Koffein, Zucker, Flüssigkeitsdefizit
  • Substanzen: Medikamente, Zigaretten, Alkohol, Drogen
  • Gefühle: Angst, Stress, Traurigkeit, Sorgen, Depression, Schock, Erregung, Entspannung nach einer Stressphase, Aufregung
  • Umwelt: Lärm, Wetterumschwünge, Zeitzonensprünge, Klimawechsel, Föhnwind, Höhe, helles Licht, heißes Baden oder Duschen, intensive Gerüche, Tiefdruckgebiete, Gewitter
  • Körperliche Veränderungen: Überanstrengung, körperliche oder geistige Erschöpfung, Überanstrengung der Augen, Menstruation, Blutdruckschwankungen, Krafttraining, Tragen schwerer Gewichte, hormonelle Schwankungen, hormonelle Verhütungsmittel
  • Änderungen im Tagesablauf: Verändertes Verhalten am Wochenende, Reisen, spätes Zubettgehen, Feiern, Notfälle, Jetlag, Überstunden


Wie Sie sehen, kommen eine ganze Reihe von Auslösern in Frage. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Wenn Sie eine zeitlang konsequent alle Umstände notieren, werden Sie Ihren individuellen Auslösern nach und nach auf die Spur kommen. Mitunter ist auch eine Kombination verschiedener Auslöser verantwortlich für eine Attacke. So oder so: Je genauer Sie Ihre Auslöser kennen, desto besser. Deswegen werden wir einige dieser Auslöser in den kommenden Lektionen etwas detaillierter betrachten. Los geht es mit dem geregelten Tagesablauf.

Ihr Fortschritt im Kurs Migräne
58%

aktualisiert am 09.07.2015, erstellt am 09.07.2014
Bildnachweis: Glow Images/Aflo, Mauritius/Bridge, Glow Images/Tetra/Erik Isakson, Thinkstock/istock

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