Körperliche Untersuchung durch den Arzt

Körperliche Untersuchung

Auch wenn nur der Kopf schmerzt: Der Arzt untersucht den ganzen Körper

Nachdem sich der Arzt im Gespräch genaue Vorstellungen vom Ablauf des Kopfschmerzes gemacht und die Krankengeschichte des Patienten erhoben hat, folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt sucht dabei nach Hinweisen auf eine Grunderkrankung als Ursache für Ihren Kopfschmerz. Fündig wird er aber meist nicht. Nur in sehr seltenen Fällen steckt hinter einer Migräne eine andere Erkrankung. Aber es ist natürlich wichtig - sowohl für den Arzt als auch insbesondere für Sie als Patient - sich davon zu überzeugen, dass körperlich alles in Ordnung ist. Dann weiß man, dass der Kopfschmerz die eigentliche, also primäre Erkrankung ist und er nicht Begleiterscheinung einer Erkrankung ist.

Über primäre und sekun-
däre Kopf-
schmerzen

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Bei der körperlichen Untersuchung überprüft der Arzt Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Dabei sammelt er auch speziell Informationen, um etwa Störungen der Hirnfunktion auszuschließen, die auf neurologischen Krankheiten beruhen könnten. Deshalb legt der Arzt besonderes Augenmerk auf:

  • Allgemeines Erscheinungsbild: Der Arzt beobachtet, wie Sie alltägliche Bewegungen ausführen, also wie Sie stehen, gehen, sitzen und sich auf die Untersuchungsliege legen.
  • Verhalten: Im vorangegangenen Gespräch hat sich der Arzt bereits einen Eindruck über Ihre psychischen Besonderheiten verschafft. Dazu zählt unter anderem, wie gut Sie sich im Gespräch ausgedrückt und sich konzentriert haben.
  • Kopf: Da Sie Kopfschmerz quält, wird der Arzt Ihren Kopf gründlich untersuchen. Er sucht nach Veränderungen, wie zum Beispiel Verletzungen. Durch Druck auf den Kopf wird er die Schmerzempfindlichkeit der Kopfmuskulatur sowie bestimmter Nervenaustrittspunkte aus dem Schädel überprüfen. Zudem testet er die Nervenfunktionen des Kopfes sowie die Beweglichkeit der Kopfmuskulatur.
  • Blutgefäße: Der Arzt hört Ihr Herz mit einem Stethoskop ab. Mit diesem Instrument lauscht er auch in die Gefäße am Hals hinein. Blutdruck messen ist ebenfalls Bestandteil der Untersuchung.
  • Mund und Zähne: Auch einen Blick in Ihre Mundhöhle und auf Ihre Zähne wird der Arzt werfen. Zahn- und Kieferfehlstellungen sind nicht selten Auslöser für Kopfschmerzen.
  • Halswirbelsäule: Großes Augenmerk gilt der Halswirbelsäule. Ist ihre Beweglichkeit eingeschränkt? Funktioniert die Halsmuskulatur?
  • Reflexe: Mit einem kleinen Hämmerchen wird der Arzt testen, ob die Muskelreflexe normal reagieren. Das gibt ihm Hinweise, ob Ihre Nervenfunktionen eingeschränkt sind.

Nach diesen gründlichen Untersuchungen Ihres Körpers kann der Arzt gut einschätzen, ob hinter Ihrem Leiden eine Grunderkrankung steckt. Sollte das der Fall sein, werden weitere Untersuchungen mit technischen Geräten notwendig. In den allermeisten Fällen muss das zwar nicht veranlasst werden, der Vollständigkeit halber stellen wir Ihnen diese Zusatzuntersuchungen aber in der nächsten Lektion vor.

Ihr Fortschritt im Kurs Migräne
44%

aktualisiert am 09.07.2015, erstellt am 09.07.2014
Bildnachweis: Your Photo Today/AJP/Sante, W&B

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