Migräne-Phase 1: Erste Anzeichen

Frau gähnt

Plötzlich nur noch am gähnen? Es könnte ein Vorbote von Migräne sein ...

Schätzen Sie mal: Wie lange vor einer Attacke kann das Nervensystem Betroffener schon übererregt sein, sodass sich eine Migräne durch bestimmte Symptome ankündigt?

Etwa eine halbe Stunde

... meistens ist es schon früher.

Mehrere Stunden

... bei manchen Menschen ist das so, es geht aber auch noch länger.

Bis zu zwei Tage vorher

... ja, tatsächlich treten mitunter so weit im Voraus schon zu den ersten Anzeichen auf

Eine Migräne kündigt sich in Form von bestimmten Symptomen an, die aber von Patient zu Patient unterschiedlich sein können. Typische erste Anzeichen sind:

Hemmende Symptome

Dass ein Migräneanfall im Anflug ist, kann sich durch Müdigkeit und Abgeschlagenheit zeigen. Auch schlechte Laune in Form von leichter Reizbarkeit, übermäßiger Genervtheit oder großer Traurigkeit bis hin zu Depressivität kann Vorbote einer Kopfschmerzattacke sein. Andere wiederum plagen Konzentrationsstörungen oder Verstopfung.

Erregende Symptome

Die Vorboten eines Migräneanfalls können sich aber auch völlig konträr zu den oben aufgezählten äußern: Manche Patienten sind geradezu in Hochstimmung. Sie schäumen fast über vor Kreativität und Einfallsreichtum, sind total im Schwung oder geradezu rastlos, sodass ihr Antrieb kaum zu stoppen ist. Sie sind hyperaktiv.

Vegetative Symptome

Die Ankündigungssymptome können sich zudem in körperlichen Besonderheiten niederschlagen: Man muss die ganze Zeit Gähnen, schwitzt oder friert scheinbar ohne Grund. Zu den Symptomen, die sich auf vegetativer Ebene zeigen, gehört auch der schon eingangs erwähnte Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel, häufig auf Süßes. Im Nullkommanichts kann man dann einfach mal eine ganze Tafel Schokolade verdrücken.


Deuten Sie nicht die Ankündigungssymptome einer Migräne als Auslöser. So meinen Migränepatienten zuweilen, Schokoladeessen hätte eine Attacke ausgelöst. Mitunter war der plötzliche Heißhunger auf Süßes aber nicht der Grund, warum eine Attacke ausgebrochen ist, sondern vielmehr ein Hinweis dafür, dass die Attacke schon voll im Gange war. Der Auslöser - den es ja zu vermeiden gilt - kann etwas völlig anderes gewesen sein.


Um diese Feinheiten bei sich selbst ausfindig zu machen hilft es, ein Migräne-Tagebuch zu führen. Mehr dazu erfahren Sie noch später. In der kommenden Lektion wird es zunächst um die zweite Phase einer Migräneattacke gehen.

Ihr Fortschritt im Kurs Migräne
27%

aktualisiert am 09.07.2015, erstellt am 09.07.2014
Bildnachweis: F1online/AGE/Peter Widmann

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