Migräne-Phase 3: Der Kopfschmerz

Frau in abgedunkeltem Zimmer

Die Kopfschmerzen: Der Albtraum eines jeden Migräne-Patienten

Migräne ohne Kopfschmerzen wären wahrscheinlich halb so schlimm. Doch das kommt nur selten vor. In den allermeisten Fällen werden Betroffene von der Pein im Kopf heimgesucht - und zwar brutal.

Die Kopfschmerzen werden als vernichtend empfunden: Hämmernd, pochend oder pulsierend, bei jedem Pulsschlag sich wellenförmig verstärkend, stürzen sie auf Patienten ein.

Üblicherweise konzentriert sich der Schmerz auf eine Seite des Kopfes. Zwar nehmen viele Patienten sie besonders stark um ein Auge oder in einem Schläfenbereich wahr. Aber sie können auch an jeder anderen Region des Kopfes auftreten, sich langsam ausbreiten oder wandern und während einer Attacke an verschiedenen Stellen nacheinander auftreten.

Können Sie sich noch erinnern, wie lange diese Phase dauern kann? Sie haben das in einer der vorherigen Lektionen bereits gelernt. Waren es:

Eine Stunde.

... nein, üblicherweise länger

Vier Stunden

... unter vier Stunden gibt es eigentlich keine Migräne, meist dauert es länger.

Bis zu 72 Stunden

... das stimmt – leider, muss man sagen. Denn ...

Die Kopfschmerzen sind so heftig, dass jegliche Aktivität unmöglich ist. Jeder Schritt verstärkt die Schmerzen nur noch. Arbeiten oder Freizeitaktivitäten sind nicht mehr möglich. Das Leid hat den gesamten Menschen im Griff. Deshalb sind Migräne-Patienten im Arbeitsleben sowie in ihren alltäglichen und sozialen Aktivitäten stark behindert.

Neben dem Schmerz begleiten die dritte Phase zusätzlich noch weitere Symptome. Nicht wenige Patienten leiden unter Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen. Viele sind während des Migräneanfalls Licht- und Lärmüberempfindlichkeit. Seltener zeigt sich auch eine Überempfindlichkeit gegenüber Gerüchen. Während eines Anfalls wollen die meisten Ruhe, legen sich ins Bett, verdunkeln den Raum, ziehen sich die Decke über den Kopf, begleitet von dem Gedanken: Wann ist das endlich vorbei?

Schaffen es Patienten, trotz ihrer Kopfschmerzen und ihn begleitende Beschwerden einzuschlafen, lindert das bei vielen den Schmerz. Ebbt er langsam ab und ist schließlich überstanden, leidet so mancher weiter. Die Attacke hat sie mitgenommen, sie fühlen sich müde und abgespannt. Bis man sich vollkommen von einer Migräneattacke erholt hat, kann einige Zeit vergehen. Manche Mediziner bezeichnen das als 4. Phase der Migräne und nennen diese "Rückbildungsphase".

Rekapituliert man die drei Phasen der Migräne noch einmal, fällt es einem schwer zu glauben, dass es immer noch viele Menschen gibt, die unter diesen Kopfschmerzen leiden ohne es zu wissen. Nun, nicht immer sind alle Symptome stark ausgeprägt, einige können auch Anzeichen einer anderen Erkrankung sein. Eine korrekte Diagnose ist deswegen sehr wichtig. Darum soll es in den nun folgenden Lektionen gehen.

Ihr Fortschritt im Kurs Migräne
34%
Text Sich von einer Migräneattacke vollkommen zu erholen, kann einige Zeit dauern
Geschwindigkeit (empfohlen: 50) 50
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aktualisiert am 09.07.2015, erstellt am 09.07.2014
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