Migräne vorbeugen - ohne Medikamente

Tai Chi

Tai-Chi: Entspannt die überaktiven Nerven von Migränepatienten

Keine Frage: Migränekopfschmerzen sind quälend. Es ist verlockend, sie allein durch die Einnahme von Medikamenten einfach zu vertreiben. Ratsam aber ist das nicht, denn im Umgang mit Arzneien sollte man vorsichtig sein. Was wirkt, hat in der Regel auch Nebenwirkungen. Je nach Dosis, Substanz und Dauer der Einnahme reichen diese von harmlosen Begleiterscheinungen wie Sodbrennen, Schwindel oder Übelkeit bis hin zu massiven Beschwerden wie Blutungen der Magenschleimhaut, Asthma oder Hautreizungen.

Selbst wer keine Nebenwirkungen spürt, belastet mit Schmerzmedikamenten doch den Organismus. Außerdem drohen bei einer dauerhaften Einnahme von Schmerzmittel medikamenteninduzierte Kopfschmerzen. Also Schmerzen, die durch die Gewöhnung und den Entzug eines Medikaments entstehen. Und für manchen Menschen kommen ohnehin nicht alle wirksamen Medikamente in Frage: Wer schwanger ist, unter koronaren Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen leidet, darf gar nicht erst zu bestimmten Medikamenten greifen.

Kurzum: Medikamente sind - zu viel oder sogar auf Dauer angewandt - nicht unproblematisch und sollten stets nach dem Grundsatz "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" eingenommen werden. Tatsächlich gibt es erstaunlich viele Wege, um Arzneimittel zu vermeiden, geringer zu dosieren oder seltener anzuwenden. Machen Sie sich bewusst, dass Medikamente nur ein Teil der Lösung Ihres Problems sind. Den anderen Teil werden wir Ihnen in den nächsten Kapiteln vorstellen.

Text So viel Medikamente wie nötig, so wenig wie möglich
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Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um Migräne vorzubeugen und etwaige Attacken abzuschwächen. Dabei hat sich eine Mischung aus individuellen Faktoren und allgemeinen Regeln bewährt. So profitieren beispielsweise fast alle Migräniker von moderatem Ausdauertraining, Entspannungstechniken, einem geregelten Tagesablauf und einer gesunden, vollwertigen Ernährung. Werden solche Maßnahmen durch das Umgehen von den individuellen Auslösern, auch Trigger genannt, ergänzt, ist man auf einem guten Weg.

Sie wissen ja schon: Diese Trigger unterscheiden sich von Patient zu Patient. Daher gilt es für Sie, Ihre persönlichen Auslöser aufzuspüren. Dazu ist manchmal ein wenig Detektivarbeit nötig, die auch das Führen eines Schmerztagebuchs und die enge Abstimmung mit einem Arzt umfasst. Solche Trigger können bestimmte Lebensmittel, aber auch Lärm, Schlafmangel, Stress, Wetterumschwünge oder Überanstrengung sein. Wenn Sie erst einmal wissen, was Ihre Migräneattacken begünstigt, können Sie künftig einen großen Bogen um diese Faktoren machen, Ihre ganz eigene Strategie im Kampf gegen den Kopfschmerz entwickeln und dabei einiges an Medikamenten einsparen. Kopf und Körper werden es Ihnen danken.

Ihr Fortschritt im Kurs Migräne
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aktualisiert am 09.07.2015, erstellt am 09.07.2014
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