So behandeln Sie eine leichte Migräne

Medikament

Wasserlösliche Schmerzmittel: Wirken relativ schnell

Bei leichter Migräne verordnen Ärzte vor allem Medikamente, die auch bei anderen Schmerzen gut wirken. Möglicherweise kennen Sie diese schon.

Substanzen aus der Gruppe der so genannten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) eignen sich, um Schmerzen von mittelstarker Intensität zu bekämpfen. Sie wirken, indem sie die Synthese bestimmter schmerzvermittelnder Botenstoffe hemmen. Da sie so zum Teil auch Entzündungen unterdrücken, ohne dabei wie Steroid-Hormone (dazu zählt auch das Kortison) zu wirken, kommen einige der Mittel gegen Rheumatoide Arthritis zum Einsatz, was ihre Bezeichnung erklärt.

Als besonders geeignet gegen Migräneschmerz haben sich die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Phenazon erwiesen. Ebenfalls wirksam sind Diclofenac, Metamizol und Paracetamol. Etwa 80 Prozent aller Migränepatienten kommen mit diesen - überwiegend freiverkäuflichen - Mitteln aus. Alle Mittel können aber, vor allem bei langfristiger Einnahme, folgenreiche Nebenwirkungen aufweisen, weshalb ihr Gebrauch sauber dokumentiert und mit dem Arzt abgesprochen werden sollte.

ASS ist ein besonders gängiges Präparat. Es gibt damit also hohe Erfahrungswerte, die es als wirksames und im allgemeinen gut verträgliches Medikament auszeichnen. ASS muss bei Migräne allerdings relativ hoch dosiert werden, wodurch bei häufigem Gebrauch Nebenwirkungen wie Magenblutungen drohen. Insbesondere Patienten mit angegriffener Magenschleimhaut sollten daher auf andere Medikamente ausweichen. Möglicherweise empfiehlt es sich auch, zusätzlich magenschützende Arzneien einzusetzen. Schwangere dürfen ASS nur in Absprache mit ihrem Arzt einnehmen. Den Wirkstoff gibt es auch in Kombination mit Koffein und Paracetamol, was den schmerzlindernden Effekt erhöhen soll. Wissenschaftlich belegt ist das allerdings nicht.

Ibuprofen eignet sich ebenfalls sehr gut, um Migräneschmerz zu lindern. 400 Milligramm reichen dazu meist aus, was einer mittleren Dosis entspricht. Wirkmechanismus und Nebenwirkungen gleichen denen von ASS.

Da viele Patienten während eines Migräneanfalls auch unter Übelkeit und Erbrechen leiden, hat es in solchen Fällen auch bewährt, Zäpfchen oder Tabletten mit Domperidon zu verabreichen. Der Wirkstoff unterdrückt Übelkeit und verbessert so auch die Aufnahme und Wirkung eingenommener Schmerzmittel.

Doch eine Garantie für völlige Schmerzfreiheit gibt zwar auch bei leichter Migräne nicht. Doch mit diesem Angebot an Medikamenten gelingt es vielen, die Schmerzen einigermaßen im Zaum zu halten.

Für Menschen, die unter starker Migräne leiden, reichen ASS & Co. allerdings nicht aus. Aber auch für solche Patienten gibt es gute Therapien. Mit einem Klick rechts unten erfahren Sie mehr dazu.

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Text Etwa 80 Prozent der Patienten kommen mit überwiegend freiverkäuflichen Mitteln aus
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aktualisiert am 09.07.2015, erstellt am 09.07.2014
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