So helfen Triptane bei Migräne

Triptane

So sehen es Chemiker: Dreidimensionale Stukturmodelle der sechs Triptanvarianten

Die verschiedenen Substanzen sollten die Schmerzattacke binnen zwei Stunden deutlich lindern. Am besten gelingt das, wenn der Patienten sie möglichst frühzeitig einnimmt, also dann, wenn der Schmerz noch leicht ist. In dieser Phase können die Triptane den Ausstoß von Entzündungsstoffen noch gut eindämmen. Tritt auch eine Aura auf, gilt es allerdings,  diese abzuwarten, weil währenddessen eher die Gefahr von kritischen Gefäßverengungen durch die Triptane droht.

Üblicherweise helfen die Triptane gut. Völlige Schmerzfreiheit erzielen sie bei jedem zweiten Migräne-Patienten. Doch kann es nach anfänglicher Wirkung zu einem Wiederauftreten der Kopfschmerzen kommen. Insgesamt erlebt das etwa jeder vierte Patient. Diejenigen können dann eine weitere Dosis einnehmen, allerdings erst frühestens sechs Stunden nach der ersten Verabreichung. Alternativ kann man auf Triptane mit längerer Wirkdauer wechseln. Das hilft in einigen Fällen, den Wiederkehrkopfschmerz zu verhindern. Unter Umständen ist auch die zusätzliche Einnahme eines NSAR wie Naproxen hilfreich.

Text Zuweilen finden Arzt und Patient erst nach mehreren Versuchen ein wirksames Triptan
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Hat ein Triptan hingegen überhaupt nicht geholfen, nützt eine erneute Einnahme üblicherweise auch nichts. Erweist sich ein Präparat auf diese Weise bei drei Gelegenheiten als wirkungslos, sollten ein anderes Triptan ausprobiert werden. Manchmal finden Arzt oder Patienten erst nach mehreren Versuchen eine wirksame Varianten. Bei etwa jedem zehnten Menschen aber funktionieren Triptane offenbar gar nicht. Woran das Therapieversagen liegt, lässt sich noch nicht sagen.

Das Risiko von Übergebrauchskopfschmerz ist bei Triptanen relativ hoch. Deshalb sollten sie nicht öfter als zehnmal im Monat verwandt werden. Anderenfalls können sie ihrerseits chronischen Kopfschmerz auslösen. Den Gebrauch der Mittel muss der Migränepatient daher im Kopfschmerztagebuch gut dokumentieren, um den Überblick zu behalten.

Andere mögliche Nebenwirkungen der Triptane bestehen in Schwindel, Müdigkeit oder auch Blutdruckanstieg. Da sie gefäßverengend wirken, sollten sie nicht von Personen eingenommen werden, die an einer koronaren Herzkrankheit leiden oder schon mal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall durchgemacht haben.

Triptan ist nicht gleich Triptan. Sieben verschiedene Varianten gibt es. Welche das sind und die Unterschiede zwischen den Varianten erfahren Sie in der nun folgenden Lektion - übrigens die Letzte. Sie haben es also fast geschafft.

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aktualisiert am 09.07.2015, erstellt am 09.07.2014
Bildnachweis: jmol, W&B / Röper

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