Beobachten Sie Ihren Körper selbst

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Häufig Probleme mit dem Gleichgewicht? Es könnte ein frühes Anzeichen von Osteoporose sein

Das Tückische an einer beginnenden Osteoporose ist, dass man sie nicht bemerkt. Die Krankheit beginnt schleichend. Der allmähliche Verlust der Knochendichte bleibt bei vielen Patienten unbemerkt. Doch es gibt erste Anzeichen. Diese bei sich auszumachen ist vor allem die Aufgabe der Betroffenen selbst.

Wie bei jeder Krankheit gilt auch für Osteoporose: Je früher der Knochenschwund erkannt wird steht, desto erfolgreicher wirkt eine Behandlung. Eine frühe Diagnose sowie Therapie normalisiert im besten Fall die Knochendichte und verhindert schwere Knochenbrüche.

  • So manche klagen schon zu Beginn der Erkrankung über ein Schwächegefühl im Rücken, als würde dieser drohen durchzubrechen. Dieses Empfinden kann mit starken Rückenschmerzen einhergehen, was nicht selten der Grund für eine Fehldiagnose ist. Ärzte suchen nach allerlei vermeintlichen Gründen für den Rückenschmerz in den Bändern und Sehnen. Osteoporose findet aber in den Knochen statt.
  • Typische für Osteoporose sind unerwartete Knochenbrüche, ausgelöst zum Beispiel durch einen harmlosen Sturz. Oder, noch unheimlicher: Spontane Brüche, die im Übrigen sehr schmerzvoll sein können. Das ist meist ein deutliches Zeichen für eine bereits fortgeschrittene Osteoporose.
  • Auch an der Körperhaltung lässt sich eine Osteoporose erkennen. Junge Menschen stehen aufrecht, ihre Wirbelsäule ist leicht S-förmig geschwungen. Ältere Frauen, die unter Osteoporose leiden, entwickeln oft einen sogenannten Rundrücken oder "Witwenbuckel". Aufgrund des großen Verlustes an Knochenmasse verkleinern sich die übereinander liegenden Wirbelkörper, es kommt zu einer sehr starken Krümmung der Wirbelsäule. Der Rücken rundet sich zu einem Buckel, der Bauch tritt nach vorne, die Arme wirken überlang. Dieser Vorgang verringert die Körpergröße, die Betroffenen scheinen mit dem Alter zu schrumpfen – bis zu zehn Zentimeter. Weil sich beim Rundrücken der Schwerpunkt des Körpers nach hinten verlagert, steigt die Sturzgefahr und damit auch das Risiko für Knochenbrüche.
  • Der "Tannenbaumrücken", bei dem die Haut aufgrund des Rundrückens tannenbaumförmige Falten wirft, ist ebenfalls ein Hinweis für fortgeschrittene Osteoporose. Spätestens jetzt ist ein Arztbesuch dringend notwendig.

Was dort geschieht, wie der Arzt also den Knochenschwund feststellt, erfahren Sie in der nächste Lektion.

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aktualisiert am 20.07.2015, erstellt am 15.05.2015
Bildnachweis: Getty Images/Chek Kiong Ong/EyeEmEyeEm

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