Bewegung hält die Knochen stark

Bewegung hält die Knochen stark

Bei Osteoporose den Körper schonen? Nein, Sport und Bewegung sind unerlässlich

Normalerweise sind unsere Knochen stabil, widerstandsfähig und verlässlich. Schon deshalb trifft die Diagnose Osteoporose viele Patienten buchstäblich bis ins Mark. Plötzlich muss man auf etwas achtgeben, dessen Stabilität man bisher als selbstverständlich betrachtet hat.

Als erster Impuls stellt sich dann oft eine Art Schockstarre ein: Aus Angst vor Stürzen, Schmerzen und Brüchen werden Belastung und Bewegung vermieden – im Glauben, damit die Knochen zu schonen. Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor, verständlich ist es allemal.

Leider aber auch grundlegend falsch. Warum? Die Erklärung sollen Sie sich an dieser Stelle selbst erarbeiten. Füllen Sie die Lücken im folgenden Text mit den Wörtern in der Auswahl rechts. Dafür klicken Sie einfach die Wörter in der richtigen Reihenfolge an. Wenn Sie richtig klicken, wird die Lücke im Text geschlossen. Falls Sie falsch klicken, bekommen Sie eine Fehlermeldung. Los geht’s.








Was aber tun, wenn die Krankheit bereits in den Knochen steckt? Auch dann sollten Sie keinesfalls auf Bewegung verzichten. Zum einen, weil ein fitter Körper dabei hilft, sich sicher und sturzfrei durch den Alltag zu bewegen. Zum anderen, weil Sport ein wichtiger Baustein in der Therapie ist und den Krankheitsverlauf deutlich mildern kann. Und zu guter Letzt, weil trainierte Muskeln die Stabilität des Skeletts erhöhen und Defizite der Knochen zumindest teilweise kompensieren können.

Um einen möglichst großen Effekt zu erzielen, sollte die Belastung intensiv und dynamisch sein. Studien zeigen zum Beispiel, dass moderates Joggen, Walking oder Schwimmen allein nicht ausreichen, um dem krankheitsbedingten Knochenschwund entgegenzuwirken. Besser bewährt hat sich Krafttraining, weil eine intensive Beanspruchung der Muskulatur größere Reize auf die Knochen ausübt, auf die der Körper mit dem Aufbau von Knochenmasse reagiert. Einen ähnlichen Effekt haben auch Fußball, Handball, Basketball, Tennis oder Badminton. Durch den ständigen Bewegungswechsel kommt der Knochenstoffwechsel in Schwung, allerdings ist auch das Sturz- und Verletzungsrisiko bei diesen Sportarten recht hoch. Ziehen Sie deshalb lieber kontrolliertes Krafttraining vor.

TWHOOKDer Königsweg für die viele Osteoporose-Patienten besteht aus einem Kombitraining, das sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining beinhaltet. Zu Ausdauerzwecken eignen sich Joggen, Aerobic, Schwimmen, Walking, Radfahren, Skilanglauf oder Wandern. Als Krafttraining kommen zum Beispiel Klettern, Tai Chi, kraftbetonte Gymnastik, Hanteltraining oder Übungen an Geräten in Frage.

Wofür man sich auch entscheidet, man sollte es dauerhaft und regelmäßig tun. Machen Sie sich bewusst, dass schon dreimal pro Woche 30 Minuten Training einen nachweislichen Effekt auf die Knochenmasse haben. Gleichzeitig geht jeder Zugewinn verloren, wenn das Training reduziert oder abgebrochen wird. Also: Sport sollte in Ihrem Kalender unbedingt einen festen Platz finden. Sie werden erstaunt sein, wie viel die Kombination aus Bewegung und Ernährung bewirken kann.

Welche Sportarten und Kraftübungen für Sie in Frage kommen, hängt von Ihrer Fitness, dem Krankheitsverlauf und der Krankheitsvorgeschichte ab. Am besten entscheiden Sie gemeinsam mit einem Arzt und einem Physiotherapeuten, was für Sie am erfolgversprechendsten ist. Viele Physiotherapeuten bieten übrigens speziell auf Osteoporose  abgestimmte Übungsprogramme an, die neben Kraft und Ausdauer auch Koordination und Gleichgewicht schulen. Das hilft, Stürzen vorzubeugen. Mehr dazu lesen Sie in den Lektionen über Physiotherapie.

Generell gilt der Grundsatz, dass jede Bewegung zählt. Versuchen Sie, im Alltag Treppen zu steigen, viel zu Fuß zu gehen oder das Rad statt dem Auto zu nehmen. Vermeiden sollten man hingegen das Tragen von schweren Gegenständen, das Heben mit rundem Rücken (lieber mit geradem Rücken in die Knie gehen) und Sportarten, bei denen das Sturzrisiko groß ist, etwa Reiten oder Skifahren. Ansonsten gilt: Suchen Sie sich Sportarten, die Ihnen Spaß machen. Dann ist die Chance, dass Sie regelmäßig dran bleiben am größten – und damit auch der Nutzen für die Knochen.

Je nach Stadium der Osteoporose wird Ihr Arzt Ihnen spezielle Maßnahmen empfehlen, darunter zum Beispiel Krankengymnastik, Massage oder auch Therapien mit Kälte oder Wärme. All das gehört in den Bereich der Physikalischen Medizin, den wir Ihnen in den nächsten beiden Lektionen vorstellen.

Text Ideal ist ein kombiniertes Trainingsprogramm, das sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining beinhaltet
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aktualisiert am 20.07.2015, erstellt am 15.05.2015
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