Physikalische Medizin bei Osteoporose

Frau lässt sich massieren

Auch Massagen gehören zur Physikalischen Medizin

Bei der Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose gibt es verschiedene Bausteine. Mit Ernährung und Bewegung haben Sie bereits zwei wichtige kennengelernt. Nun soll mit den Möglichkeiten der Physikalischen Medizin ein weiterer folgen.

Was auf dem ersten Blick etwas technisch und abstrakt klingt, ist letztlich nur ein Überbegriff für eine ganze Reihe an Behandlungen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie die Reaktion des Körpers auf äußere Reize nutzen. Bekannte Beispiele aus der Physikalischen Medizin sind Wärme- und Kältetherapie, Massagen, Krankengymnastik oder Elektrotherapie.

TWHOOKPhysikalische Therapien stehen in der Regel nicht für sich alleine, sondern ergänzen andere Behandlungen, etwa jene mit Medikamenten. Sie helfen zum Beispiel bei der Vorbeugung von Bewegungsdefiziten, der Linderung akuter und chronischer Schmerzen oder bei der Rehabilitation nach Stürzen. Außerdem kann mitunter die benötigte Dosis an Schmerzmitteln gesenkt werden. Ein dicker Pluspunkt, denn im Gegensatz zu so manchen Pillen haben physikalische Therapien keine Nebenwirkungen.

Eine Form physikalischer Therapien sind mechanisch-dynamische Behandlungsformen. Dazu gehören zum Beispiel Physiotherapie, Wasser- oder Krankengymnastik. Wer solche Bewegungstherapien in seinen Alltag integriert, kann krankheitsbedingten Haltungsschäden, Fehlbelastungen und Änderungen im Bewegungsablauf vorbeugen, Muskeln und Skelett kräftigen und die Koordination verbessern. Auch bei Verengungen des Rückenmarkskanals (Stenosen), Schmerzen infolge eines Knochenbruchs oder Reizungen von Muskeln und Gelenken hilft gezielte Bewegung.

Klassische Massagen fallen ebenso in den Bereich mechanisch-dynamischer Behandlungen. Viele Osteoporosepatienten neigen zu Verspannungen im Rücken, die durch entsprechende Haut- und Muskelreize gelindert werden können. Von der Lymph- bis zur Reflexzonenmassage gibt es verschiedene Variationen. Vielleicht profitieren Sie aber auch von Akupunktur oder Akupressur – probieren Sie einfach aus, was Ihnen gut tut.

Eine weitere Behandlungsform, die sich bei Osteoporose bewährt hat, ist die Thermotherapie. Ob Hochfrequenzbestrahlung, milde Kälteapplikationen, Wärmelicht oder feuchtwarme Packungen mit Moor oder Fango – Reize mit Kälte oder Wärme sind zur Schmerzlinderung das Mittel der Wahl.

In Sachen Thermotherapie gibt es eine Faustregel, die Sie sich an dieser Stelle selbst erarbeiten sollen – in unserem Lernspiel. Klicken Sie nach und nach auf die Buchstabenfelder unten, um die Faustregel aufzudecken. Ein kleiner Tipp: Es hat natürlich etwas mit Wärme und Kälte zu tun. Falls Sie es nicht hinbekommen: Mit einem Klick können Sie sich jederzeit die Auflösung zeigen lassen.

Kälte#hilft#bei#akuten*Beschwerden#Wärme#gegen*chronische#Schmerzen


 

Mitunter kombinieren Ärzte auch verschiedene Methoden. In der Schmerztherapie spielen zum Beispiel auch Elektrotherapien eine Rolle. Dabei wird Reizstrom verschiedener Frequenzen eingesetzt, um die Muskeln zu stimulieren, den Stoffwechsel anzuregen und Schmerzen zu lindern. Besonders bekannt ist die TENS-Methode. Diese Abkürzung steht für "transkutane elektrische Nervenstimulation" und bezeichnet eine Sonderform der Elektrotherapie. Hierbei blockieren von außen zugefügte Stromimpulse schmerzleitende Nervenfasern, was bei vielen Patienten eine sofortige Linderung bewirkt. Keine Sorge, den Strom spüren Sie allenfalls als leichtes Kribbeln, er verursacht keine Schmerzen. Tragbare TENS-Geräte gibt es übrigens auch für den Hausgebrauch.

Der oben bereits erwähnten Physiotherapie widmen wir eine eigene Lektion. Mit einem Klick rechts unten gelangen Sie dortin.

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aktualisiert am 20.07.2015, erstellt am 15.05.2015
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